DAS NEUSTE

📉 Entlastung in Sicht: RWE-Chef erwartet 2026 sinkende Energiepreise

💡 Einordnung und Kernbotschaft RWE Vorstandschef Markus Krebber stellt für 2026 niedrigere Preise für Strom und Gas in Aussicht. Treiber sind stabile Großhandelspreise beim Strom sowie staatliche Zuschüsse zu den Netzentgelten, die unterm Strich viele Haushalte entlasten sollen.

🧭 Marktlage nach den Preisschocks Nach den Preisschocks der Jahre 2022/23 hat sich der Energiemarkt normalisiert, während zugleich die Anforderungen an Netze und Reservekapazitäten wachsen. Krebber rechnet auf mittlere Sicht mit stabilen Endkundenpreisen: Die Erzeugung wird günstiger, die Netzentgelte steigen tendenziell. Entscheidend ist, dass staatliche Zuschüsse die Netzgebühren dämpfen und kurzfristig spürbare Entlastungen ermöglichen.

Stromrechnung und Netzgebühren Laut Berechnungen des Vergleichsportals Verivox senken geringere Stromnetzgebühren die Jahresrechnung eines Musterhaushalts mit 4.000 kWh Verbrauch um rund 77 Euro brutto. Voraussetzung ist, dass Versorger die niedrigeren Kosten an ihre Kunden weitergeben.

🔥 Gaspreise und Versorgungslage RWE erwartet in den kommenden zwei Jahren sinkende Gaspreise, getragen von einem wachsenden Angebot an Flüssigerdgas. Für den laufenden Winter gilt die Versorgung bei normaler Witterung als gesichert; zugleich ist das System „auf Kante genäht“. Krebber hält daher den weiteren Ausbau der LNG-Infrastruktur für wichtig.

🏢 Unternehmensperspektive RWE liefert seit Jahren nicht mehr an Privathaushalte, sondern an Großkunden. Gleichwohl prägen Großhandel und Netzregulierung die Endkundenpreise maßgeblich.

🧮 Bedingungen und Risiken Die in Aussicht gestellte Entlastung bleibt konditional. Ob Haushalte tatsächlich weniger zahlen, hängt vom Durchreichen geringerer Netz- und Beschaffungskosten, von regionalen Netzgebühren und von der Witterung ab. Steigende Netzentgelte können Einsparungen teilweise neutralisieren; politische Zuschüsse stabilisieren kurzfristig, ersetzen aber keine verlässlichen, marktnahen Investitionssignale für Erzeugung, Netze und Reserven.

🧾 Konsequenzen für Verbraucher Verbraucher sollten Tarife vergleichen und gegebenenfalls auf Angebote mit Preisgarantie wechseln, um potenzielle Einsparungen zu sichern.

  • Tarife vergleichen
  • Angebote mit Preisgarantie in Erwägung ziehen

🔭 Ausblick Insgesamt ist die Perspektive positiv. Sie setzt jedoch haushalterische Disziplin des Staates, regulatorische Verlässlichkeit und eine fortgesetzte Stärkung der Versorgungssicherheit voraus.

🗨️ Kommentar der Redaktion Gute Nachrichten sind kein Freifahrtschein für neue Dauerzuschüsse. Kurzfristige Entlastungen sind willkommen, doch sie dürfen den Blick auf solide, marktorientierte Investitionssignale nicht verstellen. Entscheidend ist, dass Kostenwahrheit gilt und Einsparungen tatsächlich bei Haushalten ankommen – durch konsequente Weitergabe und schlanke Netzkosten. Der Staat muss Prioritäten setzen und Disziplin wahren, statt immer neue Umverteilung zu organisieren. Sicherheit der Versorgung hat Vorrang, und Infrastruktur darf nicht „auf Kante genäht“ bleiben.

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