DAS NEUSTE

🏠 Grunderwerbsteuer offenbart Strukturfehler der Wohn- und Finanzpolitik

🏠 Debatte um bezahlbares Wohnen

🏠 Die Diskussion um bezahlbares Wohnen rĂŒckt eine zentrale Stellschraube in den Fokus: Die Grunderwerbsteuer verteuert den Einstieg ins Eigentum, variiert stark zwischen den LĂ€ndern und liefert dennoch keine verlĂ€sslichen Einnahmen. JĂŒngste Zahlen zeigen einen massiven Einbruch – ein Hinweis auf die AbhĂ€ngigkeit von einem konjunktursensiblen, wohnungspolitisch kontraproduktiven Instrument.

🧭 LĂ€ndersache und Spannweite

🧭 Die Grunderwerbsteuer ist LĂ€ndersache. 2023 reichte die Spanne der SĂ€tze von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent etwa in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Schleswig-Holstein und ThĂŒringen. FĂŒr viele Haushalte ist sie die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde bei den Kaufnebenkosten, die sich nicht ohne Weiteres finanzieren lassen und die Eigenkapitalanforderung erhöhen.

📉 Einnahmeeinbruch im 1. Halbjahr 2023

📉 Im 1. Halbjahr 2023 sanken die Grunderwerbsteuereinnahmen der LĂ€nder gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum um 33,5 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro – der niedrigste Halbjahreswert seit mehr als sechs Jahren. Weniger Transaktionen und sinkende Immobilienpreise infolge höherer Finanzierungskosten trieben den RĂŒckgang; fĂŒr Haushalte bedeutet das weniger verfĂŒgbare Objekte bei unverĂ€ndert hohen EintrittsgebĂŒhren durch Kaufnebenkosten.

⚠ Falsche Anreize

⚠ Weil die LĂ€nder an der Steuer verdienen, wĂ€chst politisch die Versuchung, kurzfristige Haushaltslöcher mit hohen SĂ€tzen zu schließen. Den Preis zahlen vor allem Ersterwerber und junge Familien, deren Vermögensaufbau verzögert oder verhindert wird. Konservative Finanzpolitik wĂŒrde den Eigentumserwerb als Bestandteil der privaten Altersvorsorge stĂ€rken – nicht erschweren.

đŸ§© Föderale Zersplitterung

đŸ§© Unterschiedliche SĂ€tze und Regelungen schaffen Standortunterschiede, lösen aber die eigentliche Aufgabe nicht: mehr Wohneigentum, mehr MobilitĂ€t, mehr Neubau. Selbst in abkĂŒhlenden MĂ€rkten dominiert der fiskalische Reflex: Der Staat kassiert zuerst, Planungssicherheit fĂŒr KĂ€ufer und Bauwirtschaft kommt spĂ€ter.

📊 Regionale Verteilungseffekte

📊 Je Einwohner erzielen Stadtstaaten besonders hohe Einnahmen, wĂ€hrend strukturschwĂ€chere LĂ€nder deutlich weniger beitragen. Die Steuer trifft Regionen unterschiedlich, ohne die Angebotsseite spĂŒrbar zu stĂ€rken.

đŸ› ïž Konservativer Kurs mit klaren PrioritĂ€ten

đŸ› ïž Aus konservativer Sicht folgt daraus ein Ordnungsrahmen, der Eigentumsbildung erleichtert, Planbarkeit erhöht und konjunkturelle AusschlĂ€ge dĂ€mpft:

  • Gezielte Entlastung beim Ersterwerb (FreibetrĂ€ge, Staffelungen) statt pauschal hoher SĂ€tze.
  • Planungssicherheit ĂŒber mehrjĂ€hrige, verlĂ€ssliche Regeln statt Ad-hoc-Anhebungen.
  • Ein konsequentes VorrĂŒcken der Eigentumsbildung in die Mitte der Wohnungs- und Finanzpolitik.

✅ Fazit

✅ Die Grunderwerbsteuer ist zum Lackmustest deutscher Wohn- und Finanzpolitik geworden: hohe Markteintrittsbarrieren, zyklische Reaktion, fiskalisch unzuverlĂ€ssige ErtrĂ€ge. Wer Eigentum will, darf den Erwerb nicht wie ein Luxusgut besteuern; die aktuellen Zahlen zeigen, wo umgesteuert werden muss.

đŸ—šïž đŸ—šïž Kommentar der Redaktion

đŸ—šïž Diese Steuer ist zur Wachstumsbremse fĂŒr Eigentumsbildung geworden. Ein Staat, der Familieneigentum predigt, darf den Erwerb nicht mit den höchsten Nebenkosten belegen. ErstkĂ€ufer brauchen sofort spĂŒrbare FreibetrĂ€ge, die LĂ€nder verbindliche Regeln statt kurzfristiger Erhöhungen. Eigentum ist Teil solider Altersvorsorge und sozialer StabilitĂ€t, nicht ein fiskalischer Spielball. Die Zahlen sind ein Warnsignal: Jetzt ist Kurskorrektur gefordert – weg von reflexhaften Kassiermodellen, hin zu verlĂ€sslicher, konservativer Ordnungspolitik.

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