🏒 Neuer Sportdirektor in Dresden Die Dresdner Eislöwen haben am 3. Januar 2026 Jens Baxmann (40) mit sofortiger Wirkung als Sportdirektor verpflichtet. Die Position war seit dem Abgang von Matthias Roos Ende November unbesetzt. Brisant ist die Herkunft: Baxmann kommt vom sächsischen Rivalen Lausitzer Füchse. Der Tabellenletzte setzt damit auf Erfahrung und ein breites Netzwerk, um den drohenden Abstieg abzuwenden.
📚 Karriere und Profil Baxmann absolvierte in der Deutschen Eishockey Liga 939 Spiele, wurde mit den Eisbären Berlin siebenmal Deutscher Meister und bestritt 39 Länderspiele. Nach einer schweren Augenverletzung beendete er 2022 seine Spielerkarriere, wechselte in Weißwasser in die sportliche Leitung und verantwortete dort zuletzt als Sportlicher Leiter die Kaderplanung.
🧭 Begründung der Personalie Geschäftsführer Maik Walsdorf verweist auf Baxmanns langjährige DEL-Erfahrung, seine Kenntnis der DEL2 sowie ausgewiesene Führungsqualitäten. Zudem betont er den konstruktiven Austausch mit Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der den Wechsel trotz der Rivalität zwischen beiden Standorten ermöglichte.
🤝 Rivalität und Pragmatismus Der Transfer steht für eine pragmatische Lösung im Sinne des sächsischen Eishockeys. Statt Symbolik zählt die Zusammenarbeit über Standortgrenzen hinweg, um die sportliche Handlungsfähigkeit in Dresden kurzfristig zu stärken.
🎯 Doppelaufgabe bis Saisonende Der Aufsteiger steht sportlich vor einer Doppelaufgabe: kurzfristig der Kampf um den Klassenerhalt, parallel die Vorbereitung eines konkurrenzfähigen Teams für den Fall eines DEL2-Jahres. Baxmann verweist dabei auf eigene Erfahrungen im Abstiegskampf aus seiner Zeit in Iserlohn.
- Kurzfristig: Klassenerhalt sichern
- Parallel: Kader für den möglichen DEL2-Fall vorbereiten
📝 Vertrag und Ausgangslage Laut clubnaher Darstellung erhält Baxmann einen Dreijahresvertrag. Nach 36 Spielen liegt Dresden 13 Punkte hinter dem Vorletzten zurück, was die Dringlichkeit zügiger und belastbarer Entscheidungen zusätzlich unterstreicht.
🧩 Aufgabenprofil und Erwartung Die Eislöwen setzen auf einen ehemaligen Führungsspieler mit klarer Profilierung in Scouting und Kadersteuerung. Erwartet werden keine großen Gesten, sondern zügige, nüchterne Personalentscheidungen und disziplinierte Kaderarbeit. Baxmanns Netzwerk und seine Kenntnis beider Ligen gelten als Stärken – sie müssen sich nun in belastbaren Transfers, klaren Strukturen und einer sportlich stabilen Linie niederschlagen.
🔎 Ausblick Entscheidend wird sein, ob die sportliche Leitung unter Baxmann schnell Wirkung entfaltet. Die nächsten Schritte werden daran gemessen, ob die Doppelstrategie aus Absicherung gegen den Abstieg und Vorbereitung eines konkurrenzfähigen Kaders konsequent umgesetzt wird.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung ist rational und überfällig: Dresden braucht Führung mit DEL-Stallgeruch und nüchterner Kadersteuerung. Rivalitätsdebatten sind zweitrangig, wenn es um sportliche Existenz geht. Wer 13 Punkte Rückstand verwalten muss, kann sich keine taktischen Experimente leisten. Baxmann wird an Transfers, Strukturklarheit und Disziplin gemessen, nicht an Ankündigungen. Wenn Entscheidungen zügig und hart getroffen werden, hat Dresden eine Chance – wenn nicht, entscheidet die Tabelle ohne Diskussion.


