Nach einem Bericht der Sächsische Zeitung vom 2. Januar 2026 zu Einschätzungen junger Politiker aus der Oberlausitz zur geplanten Wehrpflicht-Reform und zum Rentenpaket meldet sich nun auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu Wort. Vertreter der Partei kritisieren, dass ihre Positionen in dem Beitrag keine Berücksichtigung gefunden hätten.
Der Beisitzer im BSW-Kreisvorstand Görlitz und stellvertretende Vorsitzende der Jugendorganisation JSW Sachsen weist darauf hin, dass das BSW bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen drittstärkste Kraft geworden sei. Auch bei der Kreistagswahl im Landkreis Görlitz habe die Partei aus dem Stand heraus zweistellige Ergebnisse erzielt. Vor diesem Hintergrund vertrete das BSW einen relevanten Teil der Wählerschaft in der Region, dessen Perspektiven aus Sicht der Partei Teil einer ausgewogenen Berichterstattung sein sollten.
Klare Ablehnung der Wehrpflicht
Inhaltlich positioniert sich das BSW deutlich gegen eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Diese sei aus Sicht der Partei ungerecht, da jungen Menschen ein Jahr ihrer Lebensplanung genommen werde, um strukturelle Defizite der Bundeswehr auszugleichen. Stattdessen spricht sich das BSW für freiwillige, attraktive Angebote aus und betont die Bedeutung diplomatischer Lösungen in der Außen- und Sicherheitspolitik.
Kritik am Rentenpaket
Auch das aktuelle Rentenpaket stößt beim BSW auf Ablehnung. Es sei nicht generationengerecht, da die finanziellen Lasten vor allem auf künftige Beitragszahler verlagert würden. Zur langfristigen Stabilisierung des Systems fordert die Partei einen schrittweisen Übergang zu einer Erwerbstätigenversicherung. Dabei sollen auch Beamte und Selbstständige einbezogen werden, um die Einnahmebasis zu verbreitern und Beitragsspitzen in den kommenden Jahrzehnten abzufedern. Ziel sei es, die Akzeptanz des Umlageverfahrens durch eine stärkere Solidarität aller Berufsgruppen zu sichern.


