DAS NEUSTE

⚠️ Stimmung kippt: Deutsche sorgen sich so stark um ihren Job wie seit 2009 nicht mehr

📊 Sicherheitsgefühl am Arbeitsmarkt erodiert: Im Jahr 2025 stuften 16 Prozent der Deutschen ihren Arbeitsplatz als eher oder sehr unsicher ein – der höchste Wert seit der Finanzkrise; zugleich fühlen sich 84 Prozent sicher, 45 Prozent sogar sehr sicher.

🧭 Trendwende nach Jahren der Stabilität: Gegenüber 2024 stieg der Anteil der Verunsicherten um drei Prozentpunkte, gegenüber 2023 um fünf Punkte; der Vergleich mit 2009, als 22 Prozent ihren Job als unsicher einstuften, zeigt die Wucht der aktuellen Flaute und der Anpassungen in Industrie und Dienstleistung.

🧪 Methode der Erhebung: Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Befragung mit gut 1.000 Interviews aus dem November 2025.

👥 Jüngere deutlich verunsicherter: Unter 35-Jährige melden überdurchschnittlich häufig Jobangst mit 21 Prozent; in der Altersgruppe 36 bis 45 Jahre sind es 17 Prozent, bei den über 55-Jährigen lediglich 10 Prozent.

💶 Einkommen als Schutzfaktor: 36 Prozent der Geringverdiener unter 25.000 Euro jährlich bangen um ihren Arbeitsplatz, bei Gutverdienern über 70.000 Euro sind es 8 Prozent.

📉 Gedämpfte private Finanzaussichten: Nur 17 Prozent rechnen 2026 mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Lage, 26 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

🗣️ Stimme aus der Wirtschaft: EY-Chef Henrik Ahlers betont, von „Untergangsstimmung“ könne keine Rede sein; mit anziehender Konjunktur könne Zuversicht zurückkehren.

🧩 Arbeitsmarkt mit zwei Gesichtern: Real wirkt der Beschäftigungsmarkt stabil, psychologisch jedoch angekratzt – das Sicherheitsgefühl bröckelt trotz hoher Grundsicherheit.

🛠️ Konservative Leitplanken für Vertrauen: Entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen und geringere Belastungen für Arbeit und Investitionen; Betriebe sollten Qualifizierung und berufliche Übergänge, besonders für Jüngere und Geringverdiener, stärken.

  • Verlässliche Rahmenbedingungen
  • Weniger Belastungen für Arbeit und Investitionen
  • Qualifizierung und berufliche Übergänge stärken, besonders für Jüngere und Geringverdiener
  • Solide Standortpolitik
  • Planbarkeit bei Energie- und Abgabenlast
  • Konsequenter Bürokratieabbau

📌 Fazit: Gefragt sind keine Beruhigungspillen, sondern bessere Voraussetzungen für Wachstum und Beschäftigung – so lässt sich Vertrauen zurückgewinnen und die Kluft zwischen Grundvertrauen und Skepsis schließen.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Die Zahlen mahnen zu Nüchternheit und Disziplin: Politik hat Stabilität zu liefern, nicht Stimmungen. Wer Arbeit und Investitionen entlastet, stärkt Vertrauen nachhaltiger als jede Beruhigungsrhetorik. Regulatorische Experimente und neue Belastungen wären in dieser Lage kontraproduktiv; Priorität hat die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Qualifizierung muss zielgenau dort ansetzen, wo Verunsicherung am größten ist – bei Jüngeren und Geringverdienern. Zuversicht entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch verlässliche Rahmen und spürbares Wachstum.

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