📰 Schwere Drohungen aus Moskau Russlands Ex-Präsident und heutiger Vizechef des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit drastischen Worten attackiert und dessen Tod heraufbeschworen. Wörtlich sitze dem „Schuft“ der „Sensenmann oft im Nacken“; zudem fabulierte Medwedew darüber, Selenskyjs konservierten Leichnam in St. Petersburg auszustellen.
ℹ️ Hintergrund der Äußerungen Auslöser waren Formulierungen in Selenskyjs Weihnachtsansprache vom 24. Dezember: Der persönliche Wunsch vieler Ukrainer wäre „dass er stirbt“ – ohne Namensnennung, im Kontext auf Wladimir Putin bezogen; zugleich bat Selenskyj um „Frieden für die Ukraine“. Medwedew ist seit Beginn des Krieges als Scharfmacher mit aggressiven und vulgären Ausfällen bekannt.
🗯️ Vorwürfe und Beschimpfungen Medwedew unterstellte Selenskyj, den Tod „unserer aller“ zu wollen und massive Angriffe befohlen zu haben. Auf X beschimpfte er ihn als „stinkenden Bastard“ und erklärte, dieser müsse sich für den „Rest seines wertlosen Lebens“ verstecken.
📡 Parallel laufende Anschuldigungen Parallel warf Außenminister Sergej Lawrow Kiew einen Drohnenangriff auf eine Putin-Residenz vor; Kiew bestreitet dies, US-Präsident Donald Trump nannte es „nicht gut“. Ukrainische Dienste verweisen seit 2022 auf vereitelte Anschlagspläne gegen Selenskyj.
🧭 Einordnung und Folgen Die Wortwahl eines ehemaligen Staatsoberhaupts und heutigen Sicherheitsratsvizes markiert eine Eskalation, die jede Gesprächsbasis weiter erodiert. Für westliche Hauptstädte bleibt entscheidend, Drohpropaganda nüchtern einzuordnen und zugleich Entschlossenheit zu signalisieren, damit verbale Grenzverletzungen nicht zum politischen Kurs werden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer in höchsten Staatsämtern Mordfantasien kultiviert, verlässt die Sphäre verantwortlicher Politik. Solche Drohungen sind kein Ausrutscher, sondern Methode – und müssen als das benannt werden, was sie sind: Einschüchterung. Der Westen darf sich daran nicht gewöhnen, sondern muss klar, ruhig und geschlossen reagieren. Propaganda ersetzt keine Strategie; sie dient der Destabilisierung und darf nicht die Agenda bestimmen. Wer verbale Grenzverletzungen toleriert, bereitet realer Gewalt den Boden. Entschlossenheit, Wehrhaftigkeit und Nüchternheit sind jetzt die konservativen Tugenden der Stunde.


