🚨 Absturz am Fritschenstein Am Sonntagnachmittag, 28. Dezember 2025, ist am Fritschenstein bei Waltersdorf ein 49-jähriger Wanderer rund fünf Meter abgestürzt. Auch sein Hund wurde verletzt. Die Begleiterin des Mannes setzte den Notruf ab.
📱 Digitale Navigation als Auslöser Nach ersten Erkenntnissen orientierte sich der Mann auf dem Rückweg an einer bekannten Wander-App. Der vorgeschlagene Abschnitt führte über einen Pfad mit Kletterpassagen; auf einem Felsband verlor er den Halt und stürzte.
🚁 Bergung und Versorgung Die Bergwacht Bad Schandau übernahm die Bergung aus unwegsamem Gelände. Der Schwerverletzte wurde per Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert, begleitet von einem Notarzt. Der ebenfalls schwer verletzte Hund kam in tierärztliche Behandlung in eine Tierklinik.
🧭 Tourverlauf Zuvor hatte das Paar den Blick zur Brand-Baude auf der gegenüberliegenden Polenzseite genossen und anschließend den Rückweg angetreten.
⛰️ Anspruchsvolles Mittelgebirge Das Elbsandsteingebirge gilt trotz moderater Höhen als anspruchsvolles Mittelgebirge. Steile Stiegen, Eisenleitern, ungesicherte Felskanten und wurzelreiche Wege verlangen trittsicheres Gehen und sorgfältige Tourenplanung.
🛡️ Empfehlungen für Wandernde Der Nationalpark empfiehlt, markierte Wege zu nutzen, Alternativrouten vorzusehen und die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen. Digitale Karten können helfen, ersetzen aber keine lokale Wegweisung und kein Geländeurteil.
⚠️ Lehre aus dem Vorfall Der Vorfall zeigt, wie riskant es sein kann, sich in anspruchsvollem Terrain ausschließlich auf Apps zu verlassen. Wer unsicher ist, sollte umkehren und konservativ planen.
📋 Praktische Hinweise Für Touren im Nationalpark Sächsische Schweiz bieten sich folgende Grundsätze an:
- Touren konservativ planen.
- Wetter und Gelände realistisch bewerten.
- Stets markierten Wegen folgen.
- Bei Unsicherheit umkehren.
- Analoge Kartenkenntnis, Notfallausrüstung und Aufmerksamkeit höher gewichten als die nächste digitale Abkürzung.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer in diesem Gelände unterwegs ist, trägt Verantwortung für sich und sein Tier. Technik ist ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für Orientierung, Urteilsvermögen und Demut vor dem Gebirge. Markierte Wege, Umkehrbereitschaft und eine analoge Grundausstattung sind keine Nostalgie, sondern Pflichtprogramm. Wer diese Regeln missachtet, gefährdet Leben und bindet Rettungskräfte unnötig. Freiheit im Bergsport verlangt Disziplin und Maß.


