đ° Ăberblick An der deutsch-polnischen Grenze im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf sind 2025 wiederholt ungewöhnliche GegenstĂ€nde sichergestellt worden. Betroffen waren vor allem Kontrollen an der Autobahn A4 bei Ludwigsdorf sowie an den ĂbergĂ€ngen in Bad Muskau und Krauschwitz. Die feste Kontrollstelle an der A4 besteht seit dem 16. Oktober 2023 ohne Unterbrechung.
đĄïž Hintergrund Die MaĂnahmen dienen der BekĂ€mpfung von Schleusungen, Autodiebstahl sowie VerstöĂen gegen Waffen- und Sprengstoffrecht. Neben der festen Kontrollstelle setzen die Beamten auf mobile Kontrollen in der FlĂ€che, um auf die Lage in der Grenzregion und wechselnde Schmuggelrouten zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen die ĂbergĂ€nge Görlitz/Ludwigsdorf und Bad Muskau, wo 2025 mehrere besondere VorfĂ€lle die Aufmerksamkeit der EinsatzkrĂ€fte auf sich zogen.
đ Pyrotechnik der Kategorie F3 An einem Novemberwochenende stellten Beamte am AutobahngrenzĂŒbergang Ludwigsdorf 15 Feuerwerkskörper der Kategorie F3 sicher. Diese dĂŒrfen in Deutschland ohne besondere Erlaubnis nicht gefĂŒhrt werden. Gegen einen 29 Jahre alten Ukrainer wurde wegen des Verdachts eines VerstoĂes gegen das Sprengstoffgesetz ein Verfahren eingeleitet.
đïž VerstöĂe im Stadtgebiet Görlitz Im Stadtgebiet wurde bei einem 15 Jahre alten Jugendlichen ein nicht ordnungsgemÀà gekennzeichnetes ReizstoffsprĂŒhgerĂ€t festgestellt. Am Abend trafen die Beamten im Stadtpark auf einen 21 Jahre alten Polen und eine 18 Jahre alte Deutsche mit weiteren GegenstĂ€nden, die als VerstöĂe gegen das Waffengesetz eingeordnet wurden.
â ïž Messer und Schlagstöcke Bei der Einreise am AutobahnĂŒbergang Ludwigsdorf fĂŒhrte ein 28 Jahre alter Pole ein griffbereit liegendes Einhandmesser mit sich. In einem weiteren Fall wurden bei einem 48 Jahre alten Polen ein Springmesser und ein Teleskopschlagstock entdeckt und sichergestellt; zudem wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. In Bad Muskau wurde ein 45 Jahre alter Pole mit einem Teleskopschlagstock angetroffen. Die FĂ€lle stehen exemplarisch fĂŒr zahlreiche Ă€hnliche Sicherstellungen von verbotenen Messern, Schlagringen, Schlagstöcken und Pyrotechnik im Jahr 2025 im Kreis Görlitz.
đ§Ÿ Typische Sicherstellungen 2025 Ein Ăberblick ĂŒber die Bandbreite der registrierten GegenstĂ€nde
- Feuerwerkskörper der Kategorie F3 ohne besondere Erlaubnis
- ReizstoffsprĂŒhgerĂ€te ohne ordnungsgemĂ€Ăe Kennzeichnung
- Einhandmesser und Springmesser
- Teleskopschlagstöcke
- Schlagringe
đ Bilanz und Einordnung Die konsequenten Kontrollen in Ostsachsen greifen und fördern regelmĂ€Ăig verbotene GegenstĂ€nde zutage. AuffĂ€llig ist weniger die Schwere als die Mischung der Funde von hochklassiger Pyrotechnik bis hin zu verbotenen Messern und Schlagstöcken. FĂŒr die Bundespolizei ist das gelebter Alltag, fĂŒr die Sicherheit im Grenzraum ein notwendiger Aufwand. Rechtliche Mindeststandards insbesondere im Waffen und Sprengstoffrecht sind an AuĂengrenzen des Alltagsverkehrs konsequent durchzusetzen. KontinuitĂ€t in den Kontrollen und klare Sanktionen bleiben die entscheidenden Hebel.
đšïž Kommentar der Redaktion Klare Kante an der Grenze ist kein Selbstzweck, sondern staatliche Pflicht. Wer verbotene Messer, Schlagstöcke oder pyrotechnische GegenstĂ€nde ĂŒber die Grenze bringt, stellt die öffentliche Sicherheit infrage und muss mit spĂŒrbaren Konsequenzen rechnen. Feste Kontrollstellen und mobile MaĂnahmen ergĂ€nzen sich und sollten so lange aufrechterhalten werden, wie Schmuggelrouten bestehen. Halbherzigkeit wĂ€re ein falsches Signal; erforderlich sind VerlĂ€sslichkeit, Rechtsklarheit und DurchsetzungsstĂ€rke. Wenn nötig, sind Sanktionen zu verschĂ€rfen, um die abschreckende Wirkung zu sichern.


