🚂 Konservativer Start ins neue Jahr Die Waldeisenbahn Muskau, die östlichste Schmalspurbahn Sachsens, beginnt 2026 mit einem klassischen Angebot: Am 1. Januar verkehren wieder Sonderzüge zwischen Weißwasser und Kromlau. Der Auftakt ist bewusst bodenständig und stellt regionale Identität sowie verlässlichen Betrieb in den Mittelpunkt.
🌲 Winterroute mit Atmosphäre Die Fahrt führt durch den winterlichen Wald in Richtung Rhododendronpark Kromlau. Die Wagen sind beheizt, an Bord werden Heißgetränke angeboten – der „Glühwein‑Express“ setzt mehr auf Stimmung und Verlässlichkeit als auf Event‑Überfrachtung.
⏰ Fahrplan am Donnerstag 1. Januar 2026 Für den „Glühwein‑Express“ sind folgende Zeiten vorgesehen:
- Abfahrten Weißwasser‑Teichstraße: 13.00 Uhr, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr
- Rückfahrten ab Kromlau: jeweils 30 Minuten nach Abfahrt
🎟️ Vertrieb vor Ort Tickets für die Neujahrsfahrten gibt es ausschließlich vor Ort, ein Vorverkauf ist nicht vorgesehen. Die Waldeisenbahn ist eine touristische Einrichtung und kein Teil des öffentlichen Nahverkehrs; das Deutschlandticket wird nicht anerkannt.
🏛️ Historie und Einordnung Seit Jahren eröffnet die historische 600‑Millimeter‑Bahn ihre Wintersaison mit Neujahrsfahrten und bindet Parks und Ortschaften im Muskauer Faltenbogen. Nach eigenen Angaben befördert die Bahn jährlich über 50.000 Fahrgäste und versteht sich als technisches Kulturdenkmal der Region.
🧸 Wechsel bei „Wuschel“ Zum Jahreswechsel verabschiedet sich Verona Gröschner nach 23 Jahren im Kostüm als „Wuschel“. Die Waldeisenbahn sucht eine Nachfolge; der Wechsel sorgt für Gesprächsstoff.
📌 Klare Linie statt Überfrachtung Mit festen Fahrzeiten, begrenztem Vertrieb vor Ort und einem traditionsbewussten Konzept startet die Waldeisenbahn Muskau konservativ und kalkulierbar ins neue Jahr. Entscheidend bleibt die kontinuierliche, solide Betriebsführung der historischen Bahn als Anker des Tourismus im Nordosten Sachsens.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung für ein schlankes, verlässliches Neujahrsangebot ist richtig. Eine touristische Bahn muss nicht jedem Modetrend folgen, sondern planbar und bodenständig bleiben. Die klare Abgrenzung vom öffentlichen Nahverkehr und die Nichtanerkennung des Deutschlandtickets schaffen Erwartungssicherheit. Der Fokus auf Atmosphäre statt Event‑Rummel stärkt Profil und Glaubwürdigkeit. Der Wechsel beim Maskottchen ist Nebensache; die Substanz liegt im Betrieb.


