🎄 Weihnachtsspieltag wirbelt den Keller auf: Der zweite Weihnachtsfeiertag hat den Tabellenkeller der PENNY-DEL aufgemischt. Dresden, Iserlohn und Frankfurt holten jeweils drei Punkte und meldeten sich im Abstiegskampf zurück. Besonders die Löwen Frankfurt setzten mit dem 3:1 beim Favoriten EHC Red Bull München den Paukenschlag des Spieltags. Das Bild der Liga wirkt festlich, sportlich jedoch ernst.
📉 Ausgangslage: Bis Weihnachten kamen die drei Kellerklubs im Schnitt nur auf 0,5 bis 0,8 Punkte pro Partie. Trotz Dresdens 3:1 gegen Augsburg bleibt der Aufsteiger mit neun bis zehn Zählern Rückstand auf die direkten Konkurrenten hinter der Abstiegszone gefordert. Der kurzfristige Aufschwung ändert nichts an der Prämisse: Wer drinbleiben will, braucht Konstanz und Treffer in den direkten Duellen.
🧊 Dresden ringt Augsburg nieder: Der Aufsteiger legte den Grundstein mit einem glücklichen, aber wirksamen 1:0 und überstand anschließend ein langes Unterzahlspiel stabil. Sebastian Gorcik erhöhte auf 2:0, die Panther verkürzten im Schlussdrittel, ehe Rourke Chartier per Empty-Net den Heimsieg fixierte. Auch 800 mitgereiste Panther-Anhänger brachten Dresden nicht aus dem Tritt. Trainer Gerry Fleming mahnte, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren statt auf die Konkurrenz zu schauen.
🐓 Iserlohn erledigt die Pflicht: Der 4:2-Erfolg gegen Schwenningen war im Lager der Beteiligten eher erwartbar, besitzt im Tabellenkontext jedoch Gewicht. Drei Punkte erhöhen den Druck auf die Nachbarn und runden die Weihnachtsrunde der Kellerteams ab.
🦁 Frankfurt setzt ein Ausrufezeichen in München: Nach neun sieglosen Spielen beendeten die Hessen ausgerechnet in München ihre Flaute. Frankfurt agierte robuster in den Zweikämpfen, traf im Fünf-gegen-Drei zur erneuten Führung und setzte in der Schlussminute per Empty-Net den Schlusspunkt. Es war der erste Auswärtssieg der Löwen in München seit dem Wiederaufstieg 2022 – ein Signal zur rechten Zeit.
🔎 Bedeutung für den Abstiegskampf: Sportlich ist der Weihnachtszauber kein Befreiungsschlag, aber ein Weckruf. Die Tabelle bleibt eng, für Dresden ist der Weg trotz Heimsieg weit. Die Ergebnisse verschaffen kurzfristig Luft, ersetzen aber keine Serie.
📊 Trends und Knackpunkte: Dresden bestätigt einen Heimtrend, Iserlohn erfüllt die Pflicht, Frankfurt setzt das Ausrufezeichen. Entscheidend wird, ob diese Stichproben zu Stabilität werden. Konstanz und Punkte gegen direkte Rivalen sind die Währung des Überlebens.
🗓️ Ausblick: Jetzt zählt das Nachlegen. Für Dresden heißt das, am Sonntag um 14 Uhr gegen München idealerweise zu bestätigen, bevor es am Dienstag zum direkten Duell nach Frankfurt geht. Ein Fest der Zuversicht – die Schonfrist ist vorbei.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Dieser Spieltag korrigiert Tendenzen, beendet jedoch keine Baustellen. Wer unten steht, darf sich vom Feiertagseffekt nicht blenden lassen, sondern muss eine Serie erzwingen. Maßstab sind die direkten Duelle, nicht einmalige Überraschungssiege. Frankfurt hat das Signal gesetzt, Dresden und Iserlohn müssen nachlegen. Der Abstiegskampf belohnt Nüchternheit und Konsequenz – alles andere ist Zierwerk.


