đ° Preise bleiben stabil, neues GroĂprojekt Der Tierpark Görlitz hĂ€lt im Jahr 2026 die Eintrittspreise unverĂ€ndert und treibt gleichzeitig den Bau einer TibetbĂ€renanlage in Millionenhöhe voran. FĂŒr Besucherinnen und Besucher bedeutet das zunĂ€chst eine Entlastung trotz laufender Investitionen.
đ° Strukturmittel als Hauptfinanzierung Finanziert wird das Vorhaben ĂŒberwiegend aus Mitteln des Strukturwandels in den Braunkohlerevieren: 90 Prozent der Kosten stammen aus dem Strukturmittelfonds fĂŒr die Lausitz, umgangssprachlich Kohlemillionen. Grundlage sind das StrukturstĂ€rkungsgesetz Kohleregionen und das Investitionsgesetz Kohleregionen, mit denen Bund und LĂ€nder bis 2038 umfangreiche Finanzhilfen bereitstellen.
đ» Projektumfang und Kosten Geplant ist eine TibetbĂ€renanlage mit einem veranschlagten Volumen von rund 2,6 Millionen Euro. Mit der 90-prozentigen Förderung ist der GroĂteil der Ausgaben gedeckt; fĂŒr den verbleibenden Anteil sind zusĂ€tzliche Finanzierungsquellen erforderlich.
đïž Preisdisziplin und Kostenmanagement Der Verzicht auf eine Preisanhebung im Jahr 2026 deutet auf ein besonnenes Kostenmanagement hin. Zugleich stellt sich die Frage nach der langfristigen TragfĂ€higkeit jenseits der aktuellen Förderkulisse.
đ Regionale Einordnung Als regionaler VergleichsmaĂstab bleibt der Zoo in Hoyerswerda vorerst eine Unbekannte, da zu Investitionen oder Preisentscheidungen fĂŒr 2026 keine Angaben vorliegen. Damit markiert Görlitz in der Oberlausitz zunĂ€chst den Kurs.
đ Risiken und offene Punkte FĂŒr die konservative Bewertung entscheidend bleibt, ob der Tierpark die Folgekosten des Ausbaus dauerhaft schultern kann und wie sich die Förderlogik nach 2038 entwickelt. Transparenz und eine solide Anschlussfinanzierung gewinnen dabei an besonderer Bedeutung.
- Deckung der verbleibenden FinanzierungslĂŒcke ĂŒber tragfĂ€hige Quellen
- Planbare Betriebs- und Unterhaltungskosten der neuen Anlage
- Strategie fĂŒr die Zeit nach Auslaufen der Förderkulisse
đ± Ausblick fĂŒr Region und Publikum Preisdisziplin und zielgerichtete Investitionen können die regionale AttraktivitĂ€t stĂ€rken. Das Vorhaben besitzt Potenzial, das Angebot auszubauen und Besucher zu binden, sofern Finanzierung und Betrieb belastbar organisiert sind.
đšïž Kommentar der Redaktion Ăffentliche Mittel dĂŒrfen keine Einladung zur Dauersubvention sein. PreisstabilitĂ€t ist richtig, verpflichtet aber zu strenger Priorisierung und effizientem Mitteleinsatz. Ohne klar ausgewiesene Restfinanzierung und belastbare Betriebsmodelle droht nach 2038 ein Kassensturz zulasten der Besucher. Wer heute investiert, muss morgen liefern: transparente Zahlen, robuste RĂŒcklagen und ein Plan fĂŒr die Zeit nach den Kohlemillionen. Görlitz setzt ein Signal, dessen Wert sich erst im Alltagstest erweisen wird.


