🏛️ Kreiscampus Görlitz verteuert sich – Verwaltung verspricht mehr Bürgernähe

📰 Teurer als geplant Der Ausbau des Verwaltungscampus am Landratsamt Görlitz wird teurer als ursprünglich vorgesehen. Laut Bericht steigen die Projektkosten um mehrere Millionen Euro, zugleich verweist der Kreis auf ein tragfähiges Finanzierungskonzept. Der Campus umfasst sanierte Altbauten, Neubauten und eine Tiefgarage und soll den Service für Bürger spürbar verbessern.

🧭 Bündelung der Verwaltung Mit dem Vorhaben bündelt der Landkreis seine Verwaltung stärker am Standort Görlitz. Kernpunkte sind die Sanierung von Gebäuden in der Berliner- und Salomonstraße sowie ein verbindender Neubau im Innenhof. Ziel ist eine effizientere Organisation und eine zugleich bürgernahe Verwaltung.

🧑‍💼 Bürgernähe und Angebote Vorgesehen sind neue Bürgerbüros in Görlitz und den Mittelzentren sowie ergänzende Bürgerterminals in größeren Gemeinden. Hinzu kommen mehr digitale Angebote, um Wege und Wartezeiten zu reduzieren.

  • Bürgerbüro in Görlitz
  • Bürgerbüros in Weißwasser, Niesky, Löbau und Zittau
  • Ergänzend Bürgerterminals in größeren Gemeinden
  • Ausbau digitaler Angebote

🚉 Erreichbarkeit und Parken Der Standort profitiert von der Nähe zu Straßenbahn, Bus und Bahn. Die geplante Tiefgarage soll auch Besucherparkplätze mit E‑Ladestationen bereitstellen und damit die Erreichbarkeit weiter verbessern.

🏗️ Projektumfang und Kapazitäten Inhaltlich umfasst der Campus die Sanierung von neun Altbauten und zwei neue Gebäudekörper als Verbindungsbau mit Tiefgarage. Insgesamt entstehen rund 350 Arbeitsplätze; zudem werden Umwelt- und Vermessungsamt nach Görlitz zurückverlagert. Vorgesehen sind außerdem ein Veranstaltungssaal und eine Kantine.

⏱️ Zeitplan Das Bauzeitfenster reicht von Mai 2019 bis Ende 2026. Der ambitionierte Zeitrahmen erfordert eine sorgfältige Steuerung, damit der Abschluss termingerecht gelingt.

💶 Finanzierung Trotz steigender Kosten liegt nach Angaben des Kreises ein Plan vor, die Mehrbelastung zu finanzieren. Die Gesamtfinanzierung stützt sich auf mehrere Programme und Beiträge, einschließlich eines Anteils der Stadt Görlitz.

  • VwV Investkraft „Brücken in die Zukunft“
  • Städtebauliche Erneuerung (Stadtumbau)
  • Strukturfonds
  • Anteil der Stadt Görlitz

🧮 Wirtschaftliche Einordnung Mit dem Campus sollen Streuverluste aus bislang verteilten Standorten reduziert werden. Die bisherige Struktur gilt aus Sicht des Kreises als kostenintensiv und nicht zukunftsfähig, während die Bündelung Effizienz und Servicequalität erhöhen soll.

🔎 Ausblick Der Kreis setzt auf ein doppeltes Versprechen: mehr Bürgerfreundlichkeit durch zentrale Anlaufstellen, bessere Erreichbarkeit und digitale Dienste sowie Haushaltsdisziplin trotz steigender Baukosten. Entscheidend wird sein, dass das Finanzierungskonzept die Mehrkosten tragfähig abfedert, Vergaben stringent gesteuert werden und der Termin „Ende 2026“ hält. Nur dann rechtfertigt der zusätzliche Mitteleinsatz den angestrebten Effizienzgewinn für Verwaltung und Bürger gleichermaßen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Steigende Baukosten sind Realität; umso wichtiger ist strikte Haushaltsdisziplin. Der Kreis muss das Finanzierungskonzept transparent und ohne Ausweitung des Leistungsumfangs umsetzen. Vergaben sind eng zu führen, der Projektumfang strikt einzuhalten; Zusatzwünsche haben zu warten, bis die Kernziele erreicht sind. Der Termin bis Ende 2026 ist maßgeblich, sonst verliert das Projekt an Glaubwürdigkeit. Bürgerfreundlichkeit entsteht durch Verlässlichkeit und Effizienz, nicht durch immer neue Bauambitionen.

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