⚙️ DGB drängt auf Kurswechsel in Sachsen: Arbeitsplätze sichern, Tarifbindung stärken

📰 Spannung am Arbeitsmarkt, klarer Appell Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einer angespannten Lage am sächsischen Arbeitsmarkt und verlangt für 2026 eine politische Offensive für starke Wirtschaft, gute Jobs und demokratischen Zusammenhalt. Der Appell richtet sich an Staatsregierung und Landtagsfraktionen, über Ankündigungen hinauszugehen und verlässliche Rahmenbedingungen zu setzen. Gefordert ist ein kooperatives Vorgehen aller demokratischen Kräfte.

📉 Arbeitsmarkt unter Druck Nach Einschätzung des DGB ist die konjunkturelle Schwäche in Sachsen deutlich am Arbeitsmarkt angekommen: Die Arbeitslosigkeit steigt, zugleich gehen die gemeldeten offenen Stellen zurück. Besonders betroffen sind Industriebetriebe und Leiharbeitsverhältnisse. Der DGB drängt auf belastbare Entlastungen bei den Energiekosten für die Industrie und mahnt Unternehmen, ihre Personalpolitik langfristig auszurichten und Ausbildungsplätze nicht abzubauen.

🏛️ Forderung an Regierung und Fraktionen Die Politik soll zügig handeln, Planungssicherheit schaffen und Maßnahmen verlässlich ausgestalten, statt bei Ankündigungen stehenzubleiben. Ziel ist, wirtschaftliche Stabilität, gute Arbeit und demokratischen Zusammenhalt gleichermaßen zu sichern.

🤝 Sozialpartnerschaft statt sozialem Kahlschlag Positive gemeinsame Initiativen von Wirtschaftsministerium, Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Sicherung von Industriearbeitsplätzen sollen verstetigt werden. Voraussetzung dafür ist das Vertrauen der Beschäftigten, die Krise nicht per Personalabbau, Kürzungen bei der Lohnfortzahlung oder Ausweitung der Arbeitszeit „bezahlen“ zu müssen. Einem sozialen Kahlschlag will der DGB ausdrücklich entgegentreten.

💶 Tarifbindung als Schlüssel Niedrige Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen hängen aus Sicht des DGB maßgeblich mit geringer Tarifbindung zusammen. In Sachsen arbeiten rund 41 Prozent der Beschäftigten nach Tarif; tarifgebunden sind lediglich etwa 16 Prozent der Unternehmen. Wer Fachkräfte halten oder gewinnen will, braucht mehr als Symbolpolitik: höhere Löhne, planbare Arbeitszeiten und echte Mitbestimmung.

🏭 Standortfaktoren stärken Um Abwanderungstendenzen – erkennbar auch an steigenden Pendlerzahlen – zu stoppen, fordert der DGB verlässliche Energie- und Standortkosten, stabile Haushaltsprioritäten sowie eine Ausbildungsoffensive. Unternehmen sollen Fachkräfte halten, statt sie in der Flaute zu verlieren; verlorene Qualifikationen sind nur schwer zurückzugewinnen.

🧭 Gesamtstrategie für 2026 Verlangt wird eine auf gute Arbeit ausgerichtete Gesamtstrategie: wirtschaftliche Stabilisierung, Erhalt von Industriearbeitsplätzen und Stärkung demokratischer Institutionen. Das Jahr 2026 markiert dabei den Horizont für messbare Ergebnisse und wiedergewonnenes Vertrauen.

Fazit Der DGB setzt eine klare Agenda: weniger Symbolik, mehr Substanz. Aus konservativer Perspektive zählen Wachstum, Planungssicherheit und Fachkräftesicherung, mit tariflich abgesicherten Löhnen dort, wo sie Produktivität und Bindung erhöhen. Standortentlastungen sollen zielgenau und finanzierbar sein, nicht nach dem Gießkannenprinzip. Gelingt zügiges, verlässliches Handeln im Zusammenspiel von Regierung, Opposition und Sozialpartnern, kann Sachsen 2026 Vertrauen zurückgewinnen und seinen Industriestandort stabilisieren. Andernfalls droht der Freistaat im Wettbewerb um Talente und Investitionen weiter an Boden zu verlieren.

🗨️ 🗨️ Kommentar der Redaktion Sachsen braucht jetzt Nüchternheit, nicht neue Ankündigungsrituale. Wer Industriearbeitsplätze sichern will, muss Energie- und Standortkosten verlässlich senken und Haushaltsmittel strikt priorisieren – ohne Schuldenfantasien und ohne Gießkanne. Tarifbindung ist sinnvoll, wo Produktivität und Wertschöpfung sie tragen; pauschale Lohnvorgaben ersetzen keine echte Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen dürfen Ausbildung nicht kürzen, zugleich braucht es klare Anreize für Investitionen und Planungssicherheit statt politischer Experimente. Regierung und Opposition sollten rasch eine tragfähige 2026-Strategie vereinbaren – weniger Ideologie, mehr Umsetzung.

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