📰 Rücktrittsangebot angenommen
🧭 Nach einem Vorfall bei der Weihnachtsfeier der Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch hat Kommandeur Oberst Andreas Schnebelt seinen Dienstposten zur Verfügung gestellt. Das Ausbildungskommando akzeptierte den Schritt; bis zur Neubesetzung führt der Stellvertreter, wenn der Lehrbetrieb am 5. Januar 2026 wieder anläuft.
🎶 Auslöser des Vorfalls
ℹ️ Während einer Feier am 11. Dezember 2025 spielte ein externer DJ die erste Strophe des „Liedes der Deutschen“. Diese gilt historisch als belastet; offiziell ist in Deutschland allein die dritte Strophe „Einigkeit und Recht und Freiheit“ Teil der Nationalhymne.
🕒 Ablauf und Beschwerden
📣 Laut Heer soll Schnebelt in der Situation zunächst nicht sofort reagiert haben; im Anschluss ließ er die Melodie der Hymne ohne Text erneut abspielen. Vor dem vorgesetzten Ausbildungskommando gingen Beschwerden ein.
📝 Erklärung des Kommandeurs
🧾 Der Oberst erklärte, er bedaure den Vorfall und übernehme Verantwortung, da das Abspielen der ersten Strophe und die unzureichende Aufarbeitung nicht der Führungskultur entsprächen.
👤 Zur Person und Rahmen der Veranstaltung
📌 Schnebelt hatte das Kommando erst am 25. März 2025 übernommen; zuvor diente er als Ausbilder an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Bei der Feier waren mehr als 1.000 Besucher anwesend.
🛡️ Signalwirkung für die Truppe
📌 Der Schritt signalisiert eine klare Erwartung an die Vorbildfunktion militärischer Führung; er betont Sensibilität, zügiges Handeln und transparente Aufarbeitung. Für das Heer ist der Fall ein Mahnzeichen, Rituale und Abläufe bei Truppenveranstaltungen unmissverständlich zu regeln.
- ✅ Sensibilität im Umgang mit Symbolen
- ✅ Zügiges Handeln im Ereignisfall
- ✅ Transparente Aufarbeitung
📅 Interimsführung und Ausblick
⏳ Bis zur Neubesetzung führt der Stellvertreter, wenn der Lehrbetrieb am 5. Januar 2026 wieder anläuft.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🗨️ Die Bundeswehr braucht Führungskräfte, die in heiklen Momenten ohne Zögern klare Maßstäbe setzen. Das Zur-Verfügung-Stellen des Dienstpostens ist in dieser Lage richtig und konsequent. Die erste Strophe des „Liedes der Deutschen“ hat in dienstlichen Kontexten keinen Platz. Wer Verantwortung trägt, muss bei Verstößen sofort eingreifen und den Vorgang transparent aufarbeiten. Nur so bleibt die Autorität der Truppe gewahrt und der Respekt vor ihren Symbolen gesichert.


