📰 Einsatz im Regionalzug bei Bischofswerda Zwei Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren sind in einem Regionalzug nahe Bischofswerda mit insgesamt 210 Böllern und Feuerwerksbatterien aufgegriffen worden. Die Minderjährigen hatten sich die verbotene Pyrotechnik zuvor auf einem tschechischen Grenzmarkt bei Ebersbach beschafft. Aufmerksame Fahrgäste meldeten auffällige Taschen der Kinder der Zugbegleiterin, die die Bundespolizei informierte. Die Kinder bleiben straffrei; die Eltern müssen die Entsorgungskosten tragen, nach Polizeiangaben bis zu 500 Euro. Öffentlich gemacht wurde der Fall am 22.12.2025 um 12:40 Uhr.
ℹ️ Hintergrund: Risiken und Rechtslage Die Bundespolizei warnt seit Jahren vor der Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper, die häufig aus Polen oder der Tschechischen Republik nach Deutschland gebracht werden. Solche Artikel gelten wegen fehlender Sicherheitsstandards und teils unsachgemäßer Verarbeitung als besonders risikoreich. Die Einfuhr nicht zugelassener Pyrotechnik verstößt gegen sprengstoff- und zollrechtliche Vorschriften und kann mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden; zudem werden die Kosten der Vernichtung des sichergestellten Materials den Betroffenen auferlegt. Erlaubt sind ausschließlich Produkte mit CE-Kennzeichen aus autorisierten Bezugsquellen.
👮 Ablauf und Maßnahmen Bundespolizisten holten die beiden Kinder in Bischofswerda aus dem Zug und stellten 210 Böller sowie Feuerwerksbatterien sicher. Zunächst war die Ladung anderen Reisenden aufgefallen, die die Zugbegleiterin ansprachen; diese alarmierte die Bundespolizei, die den Transport stoppte und die Pyrotechnik sicherstellte. Die Minderjährigen bleiben ohne strafrechtliche Folgen; die Eltern tragen die Entsorgungskosten, die sich auf bis zu 500 Euro belaufen können.
⚠️ Bedeutung für die öffentliche Sicherheit Der Vorfall zeigt, wie unkompliziert Minderjährige in grenznahen Märkten an gefährliche Ware gelangen. Zugleich wird deutlich, wie wichtig Zivilcourage im öffentlichen Raum ist: Aufmerksame Fahrgäste und besonnenes Zugpersonal verhinderten möglicherweise schwerwiegende Folgen. Kurz vor dem Jahreswechsel verweist der Fall auf fortbestehende Sicherheitsrisiken durch illegale Pyrotechnik.
🎯 Handlungsschwerpunkte Aus dem Ereignis leiten sich klare Schwerpunkte ab, um ähnliche Fälle zu unterbinden.
- Rechtslage konsequent durchsetzen und Verstöße sanktionieren.
- Kontrollen im Grenzraum fokussiert fortführen.
- Eltern und Händler stärker in die Pflicht nehmen.
🧭 Fazit Der Fall aus der Oberlausitz verdeutlicht ein sicherheitspolitisches Problem kurz vor dem Jahreswechsel: Illegale Pyrotechnik gelangt weiterhin über grenznahe Märkte nach Deutschland – mit erheblichen Risiken für Unbeteiligte. Aufmerksame Fahrgäste und besonnenes Zugpersonal haben Schlimmeres verhindert; nun sind Behörden und Gesellschaft gleichermaßen gefordert, ähnliche Fälle zu unterbinden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Fakten sprechen für sich: Wer illegale Pyrotechnik nach Deutschland bringt, gefährdet andere und unterläuft geltendes Recht. Es braucht eine konsequente Durchsetzung der sprengstoff- und zollrechtlichen Vorschriften, besonders im Grenzraum. Eltern haben eine klare Erziehungsverantwortung und müssen ihrer Aufsichtspflicht nachkommen; Händler, die Minderjährige bedienen, gehören hart sanktioniert. Zivilcourage im Zug hat hier funktioniert – sie darf kein Zufall sein. Null Toleranz gegenüber illegaler Ware ist der einzig verantwortbare Weg.


