DAS NEUSTE

🧀 Peking dreht an der Zollschraube: Hohe Aufschläge auf EU-Milch – Signal an Brüssel

📰 Peking erhöht Druck im Handelsstreit

🇨🇳 Das Handelsministerium in Peking hat am Montag, 22. Dezember 2025, vorläufige Abgaben auf eine Reihe von EU Milchprodukten angekündigt, die ab Dienstag, 23. Dezember, gelten sollen und je nach Unternehmen zwischen 21,9 und 42,7 Prozent liegen; Beobachter werten den Schritt als deutliche Antwort auf die EU Zölle gegen chinesische Elektroautos.

📌 Hintergrund des Konflikts

🇪🇺 Die EU hatte 2024 nach einer Anti Subventionsuntersuchung Aufschläge auf in China gefertigte Elektrofahrzeuge beschlossen; Peking reagierte mit Gegenmaßnahmen, unter anderem gegen europäischen Weinbrand und Schweinefleisch; die neuen Zölle auf Milchprodukte fügen sich in dieses Eskalationsmuster; die EU Kommission hält das Vorgehen für unbegründet und für unzureichend belegt; die chinesische Untersuchung soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

🧀 Betroffene Produkte

🥛 Betroffen sind insbesondere ungesüßte Milch und Sahne sowie frische und verarbeitete Käsesorten, darunter bekannte EU Exportprodukte wie Roquefort und Camembert.

🏷️ Abgabensätze nach Unternehmen

📊 Für die meisten betroffenen Unternehmen bewegen sich die Sätze knapp unter 30 Prozent; Sterilgarda Alimenti SpA liegt bei 21,9 Prozent, während Einheiten des niederländischen Genossenschaftsverbunds FrieslandCampina mit dem Höchstsatz von 42,7 Prozent belegt werden; Firmen, die in der Ermittlung nicht kooperierten, sollen ebenfalls die höchste Abgabenstufe zahlen; die Einstufungen sind vorläufig, in jüngsten Fällen wie bei Schweinefleisch hat China finale Zollsätze nach unten korrigiert.

📉 Wirtschaftliche Auswirkungen

💶 Für Europas Milchbranche drohen kurzfristig Absatz und Preiseinbußen im wichtigen China Geschäft, für Verbraucher in China höhere Importpreise.

🧭 Ausblick und Optionen

🤝 Wer die Spirale durchbricht, entscheidet, ob der Konflikt in eine teure Dauereskalation mündet oder über Verhandlungen mit belastbaren Preiszusagen und transparenten Beihilferegeln in geordnete Bahnen zurückkehrt; die EU sollte auf regelbasierte Verfahren pochen und zugleich die Widerstandsfähigkeit ihrer Agrar und Ernährungswirtschaft stärken; China wiederum hätte ein Interesse, handelspolitische Instrumente als Ausnahmemittel einzusetzen; die kommenden Wochen bis zur endgültigen Entscheidung in Peking werden zeigen, ob Pragmatismus oder Symbolpolitik dominiert.

🗨️ Kommentar der Redaktion

🧭 Diese Maßnahme ist eine klare Machtdemonstration, aber keine Lösung. Europa sollte strikt auf rechtsstaatliche Verfahren pochen und sich nicht in eine Subventionsspirale drängen lassen. Gleichzeitig ist die Stärkung der eigenen Agrar und Ernährungswirtschaft überfällig. Peking setzt mit Strafzöllen als Dauermittel Vertrauen und Marktstabilität aufs Spiel. Verantwortlich ist jetzt Deeskalation über belastbare Preiszusagen und transparente Beihilferegeln.

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