DAS NEUSTE

🛡️ Milliardenbeschaffung kurz vor Weihnachten: Bundeswehr ordert 200 Schützenpanzer und 84 Radhaubitzen

🎯 Beschaffungsentscheidung vor Weihnachten Kurz vor den Feiertagen bestellt die Bundeswehr 200 Schützenpanzer Puma und 84 Radhaubitzen RCH 155. Das Auftragsvolumen beträgt rund 5,4 Milliarden Euro und soll die Einsatzbereitschaft des Heeres nachhaltig stärken. Die ersten Puma werden nach aktuellem Plan ab Mitte 2028 zulaufen; die Radhaubitzen sind für den Zeitraum 2027 bis 2029 vorgesehen.

🛡️ Sicherheitspolitischer Kontext Der Beschluss fällt in eine Phase wachsender Unwägbarkeiten in Europa. Deutschland will seine Bündnisfähigkeit festigen, die Landes- und Bündnisverteidigung glaubwürdig hinterlegen und zugleich über Jahre entstandene Lücken schließen. Der Realitätscheck steht jedoch aus: Material muss rechtzeitig, in ausreichender Stückzahl und in einsatzreifen Konfigurationen an die Truppe gelangen. Ein konservativer Blick mahnt zu Haushaltsdisziplin, verlässlichen Lieferketten und klaren Beschaffungsprioritäten, nicht zuletzt, weil neue Systeme erst in mehreren Jahren die Verbände erreichen.

⚔️ Puma im Abruf aus Rahmenvertrag Die 200 Puma-Schützenpanzer werden über das Joint Venture PSM aus Rheinmetall und KNDS Deutschland beschafft. Der nun vereinbarte Abruf fußt auf einem 2023 geschlossenen Rahmenvertrag, aus dem bereits 50 Fahrzeuge bestellt wurden. Der aktuelle Teilauftrag umfasst neben den Fahrzeugen auch Schutzmodule und Lagerbehälter. Der Puma befördert neun Soldaten, darunter einen sechsköpfigen Schützentrupp.

🎯 Radhaubitze RCH 155 mit Automatisierung Parallel ordert der Bund 84 Radhaubitzen RCH 155; inklusive Servicepaketen beläuft sich dieser Auftrag auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Systeme sind hochautomatisiert, kommen mit zweiköpfiger Besatzung aus und erreichen Reichweiten bis zu 40 Kilometern. Die Bestellung ist Teil eines Rahmenvertrags über insgesamt 500 Radhaubitzen, der auch Abrufe durch andere Staaten ermöglicht.

🏭 Ambitionierte Lieferpläne und Industrieeffekte Die ersten Puma sollen ab Mitte 2028 zulaufen, die RCH-155-Lieferungen sind für 2027 bis 2029 vorgesehen. Das Vorhaben stärkt die heimische Industrie, die Partner teilen sich das Umsatzvolumen hälftig, und die Planbarkeit für nachgelagerte Industrieketten steigt.

📊 Fazit und Maßstab Der vorweihnachtliche Beschaffungsentschluss ist notwendig, aber nicht hinreichend. Er sendet das richtige Signal an Partner und Industrie: Deutschland will liefern. Entscheidend wird sein, ob Termin- und Qualitätsziele gehalten werden, ob die Systeme rasch in die Truppe integriert und taktisch sinnvoll vernetzt werden können und ob der finanzielle Rahmen ohne neue Lücken im Haushalt tragfähig bleibt. Konservative Nüchternheit empfiehlt, den Kurs zu halten, Prozesse zu verschlanken, Verantwortlichkeiten zu klären und das Beschaffungswesen an Ergebnissen zu messen, nicht an Ankündigungen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Schritt ist richtig, aber er muss jetzt ohne Ausflüchte umgesetzt werden. Maßstab sind pünktliche, einsatzreife Systeme; Symbolpolitik hat keinen Platz. Wer liefern will, bindet Industrie und Verwaltung an klare Meilensteine und Konsequenzen. Jede Verzögerung kostet Fähigkeit und Glaubwürdigkeit. Disziplin, Prioritätensetzung und nüchterner Vollzug sind jetzt wichtiger als neue Versprechen.

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