🇷🇴 Neues Drehkreuz in Rumänien Die NATO richtet in Rumänien ein weiteres Logistikdrehkreuz für die militärische Unterstützung der Ukraine ein. Das Zentrum soll Ende Januar 2026 unter NATO-Kommando den Betrieb aufnehmen. Ziel ist es, die Lieferketten zu stabilisieren und die Ostflanke des Bündnisses widerstandsfähiger zu machen.
🚏 Entlastung für Rzeszów Bislang floss der Großteil der westlichen Militärhilfen über den Flughafen Rzeszów-Jasionka in Südostpolen. Die neue Einrichtung soll den bisherigen Hauptumschlagplatz entlasten und die Abhängigkeit von einer einzigen Route reduzieren, die als verwundbar gilt.
🧭 Südliche Versorgungsachse Mit Rumänien als zweitem Knotenpunkt entsteht eine südliche Versorgungsachse, die bestehende Wege ergänzt und Redundanz schafft.
🛰️ Koordination durch NSATU Parallel dazu koordiniert die NATO die Lieferungen über die Mission Security Assistance and Training for Ukraine. General Maik Keller, stellvertretender Kommandeur von NSATU, bestätigte den Starttermin und nannte als Zweck die Entlastung bestehender Routen sowie mehr Robustheit der Versorgung.
📦 Leistungsdaten 2025 Nach Kellers Angaben wurden 2025 rund 220.000 Tonnen Hilfe für Kiew bewegt – das entspricht etwa 9.000 Lkw-Ladungen, 1.800 Eisenbahnwaggons und 500 strategischen Lufttransporten.
🛡️ Dringende Bedarfe Als vordringliche ukrainische Bedürfnisse gelten weiterhin Luftverteidigung, Artillerie, Panzerabwehrminen, elektronische Kampfführung sowie Drohnen und weitreichende Präzisionsmittel.
⚙️ Beschleunigte Koordination Das neue Zentrum in Rumänien soll die Koordination dieser Güter beschleunigen und die Kapazitäten des polnischen Hubs gezielt ergänzen.
💶 Finanzierung und US-Rolle Trotz des Stopps direkter US-Spenden unter Präsident Donald Trump sanken die Waffenlieferungen nach NATO-Angaben nicht. Über den PURL-Mechanismus finanzieren vor allem europäische Staaten Beschaffungen in den USA, die weiterhin über NATO-Strukturen ausgeliefert werden.
🧱 Risiken und Prüfsteine Entscheidend bleiben die Nachhaltigkeit der europäischen Finanzierung, der Schutz der Transportkorridore und die operative Sicherheit gegen hybride wie auch kinetische Störversuche.
📌 Konservative Einordnung Aus konservativer Sicht ist der Schritt folgerichtig: Er setzt auf pragmatische Redundanz, mindert logistische Klumpenrisiken und stärkt die Handlungsfähigkeit des Bündnisses, ohne eine neue politische Großstrategie zu verkünden. Die Wirksamkeit wird sich daran messen lassen, ob Nachschub in ausreichender Menge, verlässlich und rechtzeitig an der Front ankommt.
🗨️ Kommentar der Redaktion Dieser Schritt ist richtig und überfällig: Sicherheit entsteht durch Redundanz, nicht durch Wunschdenken. Wer in einem Abnutzungskrieg auf eine einzige Lebensader setzt, nimmt Ausfälle billigend in Kauf. Europas Finanzierung muss belastbar bleiben; halbherzige Zusagen gefährden die Front. Der Schutz der Korridore ist Chefsache, gegen hybride wie kinetische Angriffe braucht es klare Abschreckung. Das neue Drehkreuz ist keine Eskalation, sondern eine Versicherung der Verlässlichkeit – am Ende zählt, dass Material rechtzeitig dort ankommt, wo es gebraucht wird.


