☎️ Aktuelle Lage Kurz vor den Feiertagen meldet die Telefonseelsorge Oberlausitz wachsenden Bedarf an freiwilligen Kräften.
🧭 Themen am Hörer Einsamkeit bleibt das häufigste Thema am Hörer; daneben dominieren schwere Krankheit, Ängste und familiärer Stress. Rund um Heiligabend geht es nicht nur um Probleme – manche Anrufende nutzen die Gelegenheit, ausdrücklich Danke zu sagen.
📍 Standorte und Erreichbarkeit Die Telefonseelsorge in der Oberlausitz arbeitet an zwei Standorten – Görlitz und Bautzen – und ist im Schichtbetrieb durchgängig erreichbar. Die Gespräche sind kostenfrei, anonym und rund um die Uhr verfügbar. Träger vor Ort ist das Diakonische Werk Bautzen, das zur bundesweiten TelefonSeelsorge gehört.
🧩 Struktur und Belastung Jährlich gehen etwa 10.000 Anrufe ein; beinahe 100 ehrenamtliche Frauen und Männer teilen sich die Dienste, die Reisekosten werden erstattet. Die Struktur stützt sich maßgeblich auf bürgerschaftliches Engagement – eine verlässliche, aber nicht unbegrenzt belastbare Ressource.
🎓 Mitmachen und Qualifizierung Wer helfen will, sollte mindestens 20 Jahre alt sein. Neue Ehrenamtliche werden in einem Kurs auf die Gespräche vorbereitet; vermittelt werden Grundlagen der Kommunikation, Selbsterfahrung und Gesprächsführung.
📞 Hilfe und Bewerbung Für Hilfesuchende sind die bekannten Nummern geschaltet; Bewerbungen werden direkt entgegengenommen.
- Direkte Hilfe: 0800 111 0 222 und 0800 111 0 111
- Bewerbungen: Diakonie Bautzen, Telefon 03591 48 16 60, E-Mail: telefonseelsorge@diakonie-bautzen.de
🧱 Bedeutung für die Region Die Nachfrage ist hoch, die Einsatzbereitschaft vieler Freiwilliger bewährt – dennoch bleibt die Personaldecke knapp. Wer Zeit, Nervenstärke und Diskretion mitbringt, kann hier unmittelbar wirken: durch Zuhören, das entlastet, und durch Verbindlichkeit, die Vertrauen schafft. Für die Region ist das Angebot ein stilles Rückgrat sozialer Hilfe – umso wichtiger, dass sich neue Kräfte finden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Der steigende Bedarf zeigt eine klare Realität: Ohne verlässliche Ehrenamtliche gerät ein bewährtes Hilfsangebot an seine Grenzen. Dieses Angebot ist kein Beiwerk, sondern elementare Fürsorge im Alltag der Region. Wer die Voraussetzungen mitbringt, sollte nicht zögern – Verantwortung zeigt sich am besten in Bereitschaft und Verbindlichkeit. Statt großer Worte braucht es jetzt Menschen, die zuhören und da sind. Das ist nüchtern, wirksam und verdient Rückenwind.


