DAS NEUSTE

📞 Ehrenamt am Limit: Oberlausitzer Seelsorge sucht Helfer

📞 Vor den Feiertagen Dienst sucht Ehrenamtliche Die Ökumenische TelefonSeelsorge in der Oberlausitz wirbt kurz vor den Feiertagen um neue Ehrenamtliche. Einsamkeit ist nach Angaben der Einrichtung das häufigste Thema; daneben beschäftigen Anrufer schwere Erkrankungen, Ängste und familiärer Stress. Die Seelsorge ist rund um die Uhr erreichbar; Standorte sind Bautzen und Görlitz. Jährlich gehen etwa 10.000 Anrufe ein. Stand: 21. Dezember 2025.

🧩 Themen am Hörer In diesen Tagen melden sich nicht nur Hilfesuchende, sondern auch dankbare Menschen, die ein offenes Ohr gefunden haben. Im Mittelpunkt steht die Einsamkeit, ergänzt um Berichte über schwere Erkrankungen, Ängste und familiären Stress.

📊 Sachsenweiter Trend und Finanzierung Die Lage in der Oberlausitz fügt sich in einen sachsenweiten Trend: Nach jüngsten Angaben der Diakonie Sachsen ist Einsamkeit inzwischen das häufigste Gesprächsthema in der Telefonseelsorge mit einem Anteil von rund 23 Prozent der Kontakte, noch vor gesundheitlichen Problemen, familiären Konflikten und depressiven Stimmungen. Diakonie-Chef Dietrich Bauer fordert verlässlichere Finanzierung für das Angebot, das überwiegend kirchlich und durch Spenden getragen wird.

🤝 Ehrenamt trägt die Schichten Rund 100 Frauen und Männer teilen sich in der Oberlausitz die Schichten am Telefon ehrenamtlich; Fahrtkosten werden erstattet.

🎓 Qualifizierung und Anforderungen Gesucht sind Verstärkungen ab 20 Jahren. Bewerberinnen und Bewerber werden in einem Kurs auf die Aufgabe vorbereitet; vermittelt werden Grundlagen der Kommunikation, Selbsterfahrung und Gesprächsführung.

☎️ Kontakt für Interessierte und Hilfe Interessierte wenden sich an die Diakonie Bautzen. Für Hilfesuchende sind die kostenlosen und anonymen Nummern durchgängig geschaltet.

  • Diakonie Bautzen Telefon 03591/481660
  • Diakonie Bautzen E-Mail telefonseelsorge@diakonie-bautzen.de
  • TelefonSeelsorge 0800 111 0 222
  • TelefonSeelsorge 0800 111 0 111

🧭 Bedeutung und Ausblick Die Oberlausitzer Telefonseelsorge steht exemplarisch für eine stille, aber tragende Säule der Daseinsfürsorge: verlässlich, niedrigschwellig, bürgernah und abhängig vom Ehrenamt. Der Bedarf bleibt hoch, die Themen sind schwer. Wer Zeit, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein mitbringt, kann hier konkret helfen. Zugleich bleibt es Aufgabe für Politik und Träger, den ehrenamtlichen Einsatz verlässlich zu flankieren ideell, organisatorisch und finanziell.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Arbeit verdient Respekt, weil sie Verantwortung, Disziplin und Verlässlichkeit verbindet. Eine Gesellschaft, die familiäre und nachbarschaftliche Bindungen ernst nimmt, darf die Telefonseelsorge nicht sich selbst überlassen, sondern muss sie planbar absichern, ohne sie zu bürokratisieren. Staat und Träger haben die Pflicht, stabile Rahmen zu schaffen; die konkrete Hilfe bleibt Sache engagierter Bürger. Wer kann, sollte mitarbeiten; wer entscheidet, soll die Finanzierung zuverlässig ordnen. Nüchternes Maß, klare Zuständigkeiten und die Stärkung bewährter Strukturen sind jetzt das Gebot.

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