DAS NEUSTE

🎶 Bürger trotzen Baumfrevel: Löbau setzt mit Chorgesang ein Zeichen

🎄 Ein stilles Zeichen der Geschlossenheit Am Nachmittag des 21. Dezember 2025 haben sich auf dem Löbauer Altmarkt mehr als 850 Menschen zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen versammelt. Initiiert von der örtlichen Werbegemeinschaft reagierte die Stadt damit auf den vorangegangenen Vandalismus am Weihnachtsbaum. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von Kirchenmusikdirektor Christian Kühne; die Resonanz übertraf die Erwartungen deutlich. Bereits im Vorfeld waren Spenden in fünfstelliger Höhe zugesagt worden.

🪓 Hintergrund des Vorfalls In der Nacht zum 19. Dezember wurde die etwa zehn Meter hohe, mit Herrnhuter Sternen und Lichterketten geschmückte Blaufichte auf dem Altmarkt umgesägt. Die Stadt reagierte rasch: Der Baum wurde eingekürzt und per Kran wieder aufgerichtet. Die Herrnhuter Sterne GmbH stellte kurzfristig einen neuen Stern für die Spitze zur Verfügung. Oberbürgermeister Albrecht Gubsch sprach von Bestürzung; die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und bittet um Zeugenhinweise. Der Schaden wird auf rund 1.000 Euro beziffert.

  • 🔧 Baum eingekürzt und per Kran wieder aufgerichtet
  • ⭐ Neuer Stern für die Spitze kurzfristig bereitgestellt
  • 👮 Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Zeugenaufruf

👥 Beteiligung und Organisation Die Initiative zum Singen ging von der Werbegemeinschaft aus. Deren Vertreterin Manuela Meißner sprach angesichts der hohen Beteiligung von „Gänsehaut-Feeling“, mit der man nicht gerechnet hatte. Die musikalische Begleitung lag bei Kirchenmusikdirektor Christian Kühne.

🍰 Unterstützung durch Feuerwehr und Spenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verkauften Kuchen und Glühwein; die Einnahmen fließen in neue Herrnhuter Sterne für den Weihnachtsbaum. Zudem gingen auf dem Konto der Werbegemeinschaft bereits mehr als 5.400 Euro ein – ein sichtbares Signal, dass die Bürgerschaft den entstandenen Schaden nicht nur moralisch, sondern auch finanziell ausgleicht.

🧭 Reaktion mit Maß und Zusammenhalt Löbau zeigt, wie eine Kommune entschlossen auf Provokation reagieren kann: nicht mit Lautstärke, sondern mit Geschlossenheit, Pragmatismus und einem klaren Bekenntnis zu Ordnung und Gemeinschaft. Während die Ermittlungen laufen, setzt die Stadt der mutwilligen Zerstörung ein Bild gelebter Solidarität entgegen – organisatorisch nüchtern, kulturell identitätsstiftend und finanziell belastbar. Der Vorfall bleibt ein Fall für Polizei und Justiz; die Antwort der Bürger jedoch ist bereits gegeben: gemeinsames Handeln statt Resignation.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Stadt hat richtig gehandelt: Auf eine gezielte Störung folgt keine Empörungsshow, sondern stille Disziplin und geordnete Selbsthilfe. Wer öffentliches Gemeingut beschädigt, greift die Ordnung an – die Antwort darauf muss klar, ruhig und wirksam sein. Dass Bürger, Vereine und Feuerwehr ohne Zögern Verantwortung übernehmen, ist ein vorbildliches Signal der Selbstvergewisserung. Polizei und Justiz sind gefordert, den Täter zu ermitteln; die Bürgerschaft hat ihre Aufgabe bereits erfüllt. Wer Ordnung und Gemeinschaft bewahren will, setzt auf Zusammenhalt und Verlässlichkeit – nicht auf Lautstärke.

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