🎆 Appell vor dem Jahreswechsel Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter ruft wenige Tage vor dem Jahreswechsel zu strikt sicherem Umgang mit Feuerwerk auf. Pyrotechnik gehöre für viele zur Feier, doch der Schutz von Leben und Gesundheit hat Vorrang. Die Landesdirektion kündigt verstärkte Kontrollen des Verkaufs an.
⚠️ Tragische Bilanz der Vorjahre Der Appell ist durch Ereignisse untermauert: Zum Jahreswechsel 2024/25 starben in Sachsen zwei Männer, ein 45-Jähriger in Oschatz nach dem Zünden einer Großfeuerwerksbombe und ein 50-Jähriger in Hartha beim Umgang mit erlaubnispflichtiger Pyrotechnik. Bereits 2023/24 kam ein 22-Jähriger in der Oberlausitz nach dem Zünden einer Kugelbombe ums Leben. Hinzu treten jedes Jahr schwere Verletzungen und Sachbeschädigungen durch missbräuchliche Böllerei.
📋 Klare Regeln für Verkauf und Nutzung Der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2 ist ausschließlich an den letzten drei Werktagen des Jahres zulässig, in diesem Jahr ab dem 29. Dezember. Erwerb und Nutzung sind Volljährigen vorbehalten. Feuerwerk der Kategorien F3 und F4 bleibt Privatpersonen grundsätzlich untersagt.
🏪 Überwachung der Verkaufsstellen Rund 3.000 Verkaufsstellen dürfen in Sachsen Silvesterfeuerwerk anbieten, pro Jahr werden 400 bis 500 Läden überprüft. 2024 stellten die Behörden 75 Mängel fest, darunter ungeprüfte Feuerlöscher, unzureichende Aufsicht und zu große Lagerbestände. Angekündigte Kontrollen sollen den regelkonformen Verkauf sicherstellen.
🚫 Warnung vor illegaler Pyrotechnik Behörden warnen zusätzlich vor illegal importierten Feuerwerkskörpern. Das Hauptzollamt Dresden stellte im laufenden Jahr knapp 1,4 Tonnen nicht konformer Ware sicher; in einem Fall versuchte ein tschechischer Lkw-Fahrer 764 Kilogramm über die Grenze zu bringen. Parallel verschärfte Tschechien seine Regeln und untersagte den Böllerverkauf an Marktständen.
🎯 Tradition mit Verantwortung Die Botschaft aus Dresden lautet: Tradition ja, aber mit Maß, geprüfter Ware und Respekt vor Recht und Ordnung. Wer Silvester feiern will, handelt eigenverantwortlich, ohne Selbstgefährdung, ohne illegale Böller und ohne Risiken für Einsatzkräfte und Unbeteiligte. Konsequente Kontrollen und ein waches Problembewusstsein sind kein Kulturkampf, sondern Ausdruck staatlicher Fürsorge. Wer sich daran hält, schützt nicht nur sich selbst, sondern bewahrt eine Tradition, die nur in geordneten Bahnen Bestand haben kann.
🗨️ 🗨️ Kommentar der Redaktion Der klare Kurs ist richtig. Freiheit an Silvester endet dort, wo Leichtsinn Leben gefährdet. Illegale Böller und riskante Experimente sind inakzeptabel und gehören konsequent unterbunden. Erwachsene tragen Verantwortung, Regeln gelten ohne Ausnahme. Wer sich verweigert, verspielt die Akzeptanz dieser Tradition.


