🎄 Überblick Am 21. Dezember 2025 haben sich auf dem Altmarkt in Löbau mehr als 850 Menschen versammelt, um Weihnachtslieder anzustimmen. Der Anlass war unerfreulich: Die Bürgerschaft reagierte geschlossen auf einen mutwilligen Angriff auf den städtischen Weihnachtsschmuck. Das Bild war ein besonnener Protest im besten Sinne – friedlich, würdevoll, klar in der Botschaft.
🌲 Hintergrund des Vorfalls In der Nacht zum Freitag wurde der etwa zehn Meter hohe, mit Herrnhuter Sternen und Lichterketten geschmückte Weihnachtsbaum von Unbekannten umgesägt. Die Werbegemeinschaft der Stadt rief daraufhin zum gemeinsamen Singen auf und stieß auf breite Resonanz. Parallel gingen auf dem Konto des Vereins bereits mehr als 5.400 Euro ein – ein sichtbares Zeichen praktischer Solidarität.
🎹 Musik und Ehrenamt Musikalisch begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger am Klavier von Kirchenmusikdirektor Christian Kühne. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verkauften Kuchen und Glühwein; der Erlös soll in neue Herrnhuter Sterne für den Weihnachtsbaum fließen. Die Organisatoren sprachen von einem „Gänsehaut-Feeling“; die Beteiligung übertraf die Erwartungen deutlich.
🤝 Gemeinschaft und Haltung Löbau demonstriert in einer angespannten Zeit, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht mit großen Worten, sondern mit konkreten Taten beginnt. Die Reaktion ist konservativ im besten Sinne: Ordnung, Maß und Eigenverantwortung – getragen von Vereinen, Kirchenmusik und Ehrenamt. Aus einem Akt der Zerstörung ist ein starkes, unaufgeregtes Signal für Gemeinsinn und bürgerliche Kultur geworden.
📌 Fakten kompakt Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Datum: 21. Dezember 2025
- Ort: Altmarkt in Löbau
- Teilnehmerzahl: mehr als 850 Menschen
- Anlass: mutwillig umgesägter, etwa zehn Meter hoher Weihnachtsbaum mit Herrnhuter Sternen und Lichterketten
- Unterstützung: Spendenstand über 5.400 Euro; Verkauf von Kuchen und Glühwein für neue Herrnhuter Sterne
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer öffentliche Symbole angreift, greift die Gemeinschaft an. Die Antwort aus Löbau ist vorbildlich: Ruhe, Anstand und tatkräftige Selbsthilfe statt lauter Schlagworte. Ordnung, Maß und Verantwortung sind keine Floskeln, sondern gelebte Bürgerpflicht. Vereine, Kirchenmusik und Ehrenamt zeigen, wie Stabilität entsteht – nicht durch Empörung, sondern durch Haltung. Aus der Zerstörung erwächst hier ein klares, friedliches Bekenntnis zur bürgerlichen Kultur.


