DAS NEUSTE

⚠️ Militärchef in London mahnt: Gesellschaft muss sich auf mögliche Konfrontation mit Russland vorbereiten

🛡️ Einleitung: Die sicherheitspolitische Debatte in Europa erhält neue Dringlichkeit. Aus London kommt die klare Botschaft: Verteidigung ist keine Nischenaufgabe mehr – sie verlangt Aufmerksamkeit und Bereitschaft der gesamten Gesellschaft.

🌍 Verschobene Koordinaten: Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verlagern sich die Grundlinien der europäischen Sicherheitspolitik. In vielen Hauptstädten wird wieder über Wehrhaftigkeit, industrielle Rüstungskapazitäten und Dienstpflicht-Modelle diskutiert. Zugleich wächst die Einsicht, dass Abschreckung nur dann glaubwürdig wirkt, wenn Staat, Wirtschaft und Bevölkerung ihre Resilienz physisch, technologisch und mental stärken.

🎙️ Rede von Sir Richard Knighton: Am 15. Dezember 2025 entwarf der britische Generalstabschef Air Chief Marshal Sir Richard Knighton beim sicherheitspolitischen Thinktank RUSI in London eine „Whole-of-Nation“-Antwort auf die gewachsene Bedrohungslage. Abschreckung wirke zwar, doch die Risiken nähmen zu; der Trend – insbesondere von Russland – verschlechtere sich. Ziel bleibe, Krieg zu vermeiden, doch Vorbereitung sei notwendig.

⚔️ Analyse der Bedrohung: Knighton beschreibt Russlands Streitkräfte als größer, kampferfahrener und technisch anspruchsvoller. Die russische Führung strebe danach, die NATO zu „herausfordern, begrenzen, spalten und letztlich zu zerstören“. Diese Einschätzung unterstreicht die Notwendigkeit, Wehrhaftigkeit nicht abstrakt, sondern praktisch und planvoll zu stärken.

🏭 Auftrag an Staat, Wirtschaft und Bürger: Gefordert sind robuste staatliche Strukturen, widerstandsfähige Infrastruktur und eine hochgefahrene Verteidigungsindustrie. Mehr Bürger sollen in regulären Kräften, in der Reserve und in der Ausbildung eingebunden werden. Auch Familien müssten die Konsequenzen verstehen: „Sons and daughters … will all have a part to play … and, if necessary, to fight.“

📊 Risiko und Wahrscheinlichkeit: Das Risiko eines direkten russischen Angriffs auf das Vereinigte Königreich gilt weiterhin als entfernt, ist aber nicht null; intern wird es mit bis zu fünf Prozent veranschlagt. Crowd-Prognosen sehen bis 2027 eine niedrige, zweistellige Wahrscheinlichkeit für einen NATO‑Russland‑Konflikt. Entscheidend bleibt ein nüchterner Diskurs und planvolles Handeln über Regierung, Wirtschaft und Gesellschaft hinweg.

🧭 Realpolitische Einordnung: Die Botschaft ist unbequem, aber notwendig: Frieden bleibt das Ziel, doch wirksame Abschreckung kostet – finanziell, industriell und gesellschaftlich. Ein konservativer, realpolitischer Ansatz setzt auf Klartext, Prioritäten und verlässliche Fähigkeiten statt Beruhigungsrhetorik. Wer heute in Resilienz, Personal und industrielle Stärke investiert, senkt die Wahrscheinlichkeit, morgen kämpfen zu müssen.

🧩 Handlungslinien im Überblick:

  • Resilienz von Staat, Infrastruktur und Bevölkerung stärken – physisch, technologisch und mental.
  • Verteidigungsindustrie hochfahren und Produktionskapazitäten verlässlich ausbauen.
  • Mehr Bürger in regulären Kräften, Reserve und Ausbildung einbinden.
  • Nüchterner, planvoller Diskurs zwischen Regierung, Wirtschaft und Gesellschaft.

🧠 Gesellschaftliche Dimension: Verteidigung ist kein Sektorenthema, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aufmerksamkeit, Bereitschaft und Disziplin in allen Bereichen sind Voraussetzungen, damit Abschreckung glaubwürdig bleibt. Das erfordert klare Prioritäten und Durchhaltevermögen – widerspruchsfreie Politik, verlässliche Wirtschaftspartner und eine informierte, widerstandsfähige Öffentlichkeit.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Europa hat Sicherheit zu lange als gegeben vorausgesetzt. Wer Abschreckung will, muss zahlen – mit Haushaltsprioritäten, industrieller Skalierung und persönlicher Bereitschaft zum Dienst. Beruhigungsrhetorik und halbherzige Programme sind Luxus, den sich ein bedrohtes Europa nicht leisten kann. Dienst in Regel- und Reservekräften ist bürgerliche Pflicht; Familien sollten diese Verantwortung mittragen. Wer heute Klartext redet, Prioritäten setzt und Fähigkeiten aufbaut, verhindert morgen den Krieg.

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