DAS NEUSTE

🥃 Prämierte Manufaktur in Bedrängnis: Maennerhobby beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

📰 Insolvenz in Eigenverwaltung Die vielfach ausgezeichnete Edelbrennerei Maennerhobby aus Mönchhagen bei Rostock hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Geschäftsführer und Gründer Martin Neumann bleibt im Amt; die Löhne seien vorerst gesichert. Das Unternehmen zählt über 180 internationale Prämierungen.

🏅 Auszeichnungen und Profil Die 2014 gegründete Brennerei hat sich mit hochwertigen Spirituosen einen Namen gemacht, zuletzt mit einer Londoner Auszeichnung 2024 als „weltbester Rum unter 5 Jahren“.

🏗️ Expansion und Investitionen Parallel setzte das Unternehmen auf Expansion: 2022 entstand ein neuer Standort; zudem war eine große Rum-Destille mit einem 4.000‑Liter‑Kessel im Wert von rund 500.000 Euro geplant.

📉 Ursachen der Schieflage Neumann führt die Schieflage auf die Konsumflaute infolge Ukraine‑Krieg und Wirtschaftskrise zurück und sagt: „Die wirtschaftliche Lage hat uns das Genick gebrochen.“ Schwächere Nachfrage traf auf hohe Investitionen und setzte die Brennerei sichtbar unter Druck.

🛠️ Sanierung und Organisation Die Sanierung läuft in Eigenverwaltung und wird von zwei externen Beratern unterstützt. 47 Beschäftigte sind betroffen; zugleich bleibt die Führung in den Händen des Gründers.

💶 Liquidität und Investorensuche Die Finanzierung reiche etwa ein halbes Jahr. Man hoffe auf Investoren; Neumann zeigt sich zuversichtlich: „Wir kriegen das Ding gebogen.“

📌 Fazit und Ausblick Der Fall zeigt die Verwundbarkeit selbst prämierter Nischenproduzenten, wenn schwache Nachfrage auf hohe Investitionen trifft. Ob die Eigenverwaltung trägt, hängt nun von klaren Prioritäten ab.

  • Strikte Kostendisziplin
  • Fokussierter Vertrieb
  • Frisches Kapital

🗨️ Kommentar der Redaktion Auszeichnungen sind kein Ersatz für robuste Liquiditätssteuerung. Wer expandiert, bevor die Nachfrage verlässlich trägt, verschärft das Risiko – besonders in einer Konsumflaute. Jetzt braucht es harte Kostenentscheidungen, ein entschlacktes Projektportfolio und entschlossenen Fokus auf den Absatz. Transparente Führung gegenüber Belegschaft und Partnern ist Pflicht, sentimentale Symbolik zweitrangig. Disziplin und Priorisierung entscheiden, ob dieses Unternehmen eine zweite Chance erhält.

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