DAS NEUSTE

⚠️ Weltkriegsrhetorik aus Moskau: Sluzki attackiert Berlin-Gipfel

📰 Eskalationswarnung nach Berlin-Gipfel Nach dem Ukraine-Gipfel in Berlin am 14. und 15. Dezember 2025 hat der russische Duma-Abgeordnete Leonid Sluzki mit der Warnung vor einem „Dritten Weltkrieg“ aufhorchen lassen. Auslöser sind europäische Überlegungen, eine multinationale Truppe zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine einzusetzen. Sluzki machte deutlich, Sicherheitsgarantien für Kiew dürften nicht „auf Kosten der Sicherheit Russlands“ gehen und verwarf eine „illusorische Waffenruhe“ als gefährlichen „Betrug“.

🏛️ Hintergrund des Berlin-Gipfels Auf dem Treffen in Berlin, an dem unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz sowie mehrere europäische Staats- und Regierungschefs teilnahmen, skizzierte eine gemeinsame Erklärung die Idee, einen Waffenstillstand in der Ukraine durch internationale Kräfte zu stabilisieren. Ziel ist es, militärische Eskalationsrisiken zu senken und Bedingungen für politische Gespräche zu schaffen.

🛑 Harte Linie aus Moskau Moskau lehnt seit Beginn des Krieges ausländische – insbesondere NATO-geführte – Truppen auf ukrainischem Territorium kategorisch ab und droht, solche Einheiten als legitime Ziele zu betrachten. Nach dem Gipfel erklärte der Kreml, man habe die Papiere aus Berlin bislang nicht offiziell vorliegen, und erteilte zugleich einer zeitlich befristeten Feuerpause eine Absage.

🗣️ Sluzkis Vorwürfe und rote Linien Sluzki, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der Staatsduma und Chef der nationalistischen LDPR, warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie europäischen Partnern vor, den Friedensprozess zu „torpedieren“. Seine Telegram-Nachricht deutet eine rote Linie Moskaus an: Jede Lösung, die russische Sicherheitsinteressen tangiere, werde bekämpft.

🛡️ Kern der Berliner Überlegungen Im Mittelpunkt steht eine multinationale Schutztruppe, die einen vereinbarten Waffenstillstand überwachen und Verstöße ahnden soll. Befürworter verweisen darauf, dass ohne glaubwürdige Absicherung weder Zivilisten geschützt noch Verhandlungen belastbar wären.

  • Überwachung eines vereinbarten Waffenstillstands
  • Ahndung von Verstößen

⚠️ Einwände aus Moskau Aus Moskau kommen zwei bekannte Einwände gegen internationale Präsenz in der Ukraine. Vor diesem Hintergrund staffelte Sluzki seine Warnung bis zur Drohung eines globalen Krieges hoch.

  • Die Präsenz Dritter erhöhe die Gefahr direkter Zusammenstöße.
  • „Sicherheitsgarantien“ für Kiew würden als Schritt in Richtung faktischer NATO-Absicherung interpretiert.

🧭 Signal aus dem Kreml Flankierend signalisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow Distanz zum Berliner Papier. Russland sei zu einem „dauerhaften Frieden“ bereit, lehne aber einen „scheinbaren“ Waffenstillstand ab, der lediglich Kräfte sammeln solle. Die Linie bleibt: Keine internationalen Truppen in der Ukraine und keine Zugeständnisse, die als strategische Schwächung Russlands gedeutet werden könnten.

📊 Einordnung Sluzkis Ausfälle fügen sich in eine länger eingeübte Eskalationsrhetorik: Mit Warnungen vor einer weltweiten Katastrophe soll westliche Unterstützung für Kiew verunsichert und jeder Vorschlag externer Absicherung delegitimiert werden. Politisch relevant ist weniger der schrille Ton als die dahinterliegende Botschaft: Russland will Bedingungen verhindern, die einen überprüfbaren Waffenstillstand und belastbare Sicherheitsgarantien für die Ukraine herstellen. Für Europa bedeutet das, nüchtern zu bleiben, die Risiken einer Schutztruppe realistisch zu bewerten und zugleich den Kernkurs aus Abschreckung, Unterstützung Kiews und diplomatischen Öffnungen nur auf überprüfbarer Grundlage fortzusetzen. Solange Moskau internationale Präsenz grundsätzlich ablehnt, bleibt ein verhandelter Stillstand ohne glaubwürdige Absicherung fragil.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die in Berlin skizzierte Schutztruppe dient der Stabilisierung eines Waffenstillstands und damit den elementaren Voraussetzungen ernsthafter Gespräche. Die russische Drohkulisse und das Label „Betrug“ zielen erkennbar darauf, externe Absicherung von vornherein zu delegitimieren. Europa darf sich davon nicht leiten lassen: Abschreckung, Unterstützung Kiews und Diplomatie auf überprüfbarer Grundlage bleiben der richtige Kurs. Ein „scheinbarer“ Waffenstillstand ist abzulehnen, doch dieses Argument trägt nicht gegen jeden Ansatz internationaler Kontrolle. Wer einen verhandelten Stillstand will, muss dessen glaubwürdige Überwachung ermöglichen – andernfalls bleibt Frieden eine Formel ohne Substanz.

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