📰 Beschluss mit Vorbehalt Der Kreistag Görlitz hat ein deutliches Signal gesetzt: Mit 51 Ja-Stimmen bei 15 Enthaltungen sprach sich das Gremium für Philipp Bormann als künftigen Intendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters aus. Die Berufung ist damit eingeleitet, endgültig ist sie jedoch erst nach Zustimmung des Görlitzer Stadtrats am 18. Dezember 2025. Bis dahin bleibt es ein Votum mit Vorbehalt.
👤 Profil des Kandidaten Bormann, 49, ist seit 2009 am GHT tätig und derzeit Verwaltungsdirektor. Der Kulturmanager und Diplom-Kaufmann kennt das Haus, seine Strukturen und sein Publikum. In einem Bewerberfeld von 26 Kandidatinnen und Kandidaten aus dem gesamten Bundesgebiet setzte er sich durch.
⚖️ Signal und Verfahren Formell hat der Kreistag Görlitz Philipp Bormann zum neuen Intendanten berufen. Die Zahl der Enthaltungen signalisiert Zustimmung mit erkennbarer Zurückhaltung, ein Umstand, der eine nüchterne und sorgfältige Begleitung des weiteren Prozesses nahelegt. Bestätigt der Görlitzer Stadtrat – wie vorgesehen – am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, die Berufung, könnte Bormann zum Beginn der neuen Spielzeit im kommenden Jahr das Amt antreten.
🔄 Geordneter Übergang Der bisherige Intendant, Daniel Morgenroth, verlässt das Haus auf eigenen Wunsch. Er kehrt in seine fränkische Heimat zurück und übernimmt die Intendanz am Mainfranken Theater Würzburg. Vieles spricht damit für einen geordneten Übergang an der Spitze des GHT.
🏛️ Bedeutung für das Haus Das Votum bringt einen hausintern erfahrenen Manager an die Spitze des Theaters. Es ist ein konservativer, auf Stabilität ausgerichteter Schritt, der Kontinuität und verlässliche Führung betont. Für die Vorbereitung der neuen Spielzeit ist klare Führung entscheidend; bis zur Bestätigung durch den Stadtrat bleibt die künftige Intendanz jedoch vorläufig.
🧭 Nächste Schritte Entscheidend ist nun die Bestätigung durch den Stadtrat am 18. Dezember. Im Anschluss braucht es eine zügige, professionelle Übergabe, damit die kommende Spielzeit unter klaren Verantwortlichkeiten vorbereitet werden kann. Bis dahin ist Bormanns Intendanz plausibel, aber noch nicht endgültig besiegelt.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung des Kreistags setzt bewusst auf Erfahrung und Verlässlichkeit im eigenen Haus. In Zeiten erhöhter Unsicherheit ist der konservative Kurs richtig: Stabilität geht vor Experiment. Der Stadtrat sollte dem Votum folgen und damit Planungssicherheit schaffen. Eine disziplinierte, rasche Übergabe ist geboten, um die neue Spielzeit ohne Brüche zu sichern. Führung, Kontinuität und klare Zuständigkeiten haben jetzt Vorrang.


