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🛢️ China nimmt wieder LNG aus Gazproms Ostsee-Anlage ab – erstes Schiff seit US-Sanktionen

📰 Erste LNG-Lieferung seit US-Sanktionen China hat erstmals seit Einführung der US-Sanktionen im Januar 2025 wieder eine Ladung verflüssigten Erdgases aus Gazproms Ostsee-Anlage Portovaya angenommen. Eine Fracht erreichte den Beihai-Terminal in Südchina und unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der russisch-chinesischen Energiebeziehungen unter Sanktionsdruck.

ℹ️ Hintergrund zur Portovaya-Anlage Die Portovaya-LNG-Anlage nahm im September 2022 den Betrieb auf und verfügt über eine Jahreskapazität von rund 1,5 Millionen Tonnen. In der Anfangsphase gingen Lieferungen vor allem in die Türkei und nach Griechenland; später kamen China, Spanien und Italien hinzu. Nach Verhängung der US-Sanktionen wurden die Exporte im Februar 2025 vorübergehend ausgesetzt.

🛳️ Reiseroute und Timing Die aktuelle Fracht wurde am 28. Oktober in Portovaya auf den Gasfrachter „Valera“ geladen, der zuvor „Velikiy Novgorod“ hieĂź, und erreichte am 28. November den Hafen Tieshan beim Beihai-LNG-Terminal in SĂĽdchina.

📍 Funktion des Terminals Der Beihai-Terminal dient auch als Auslasspunkt für Lieferungen aus Novateks Projekt Arctic LNG 2.

⚙️ Operative Beschränkungen Branchenanalysten erwarten angesichts der begrenzten Größe der Portovaya-Anlage und fehlender fest zugeordneter Tanker in den Wintermonaten nur eine geringe Versandfrequenz Richtung China.

🌏 Strategische Einordnung Die Wiederaufnahme der Lieferungen zeigt, dass Moskau trotz westlicher Sanktionen Absatzkanäle findet und Peking bereit bleibt, kostengünstige russische Energieträger zu beziehen. Der Vorgang fügt sich in die schrittweise Verlagerung russischer Gasexporte nach Asien ein.

📊 Markteinfluss Der unmittelbare Effekt auf den globalen LNG-Markt dürfte begrenzt bleiben: Portovaya verfügt im internationalen Maßstab über kleine Kapazitäten, und logistische Restriktionen setzen der Taktzahl enge Grenzen.

🛡️ Politische Implikationen Für westliche Regierungen liefert der Vorgang den Hinweis, dass Sanktionsregime nur dann wirksam sind, wenn entscheidende Abnehmerstaaten mitziehen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Lieferung ist kein Wendepunkt, aber ein klares Signal. Ohne die Mitwirkung großer Käufer bleibt jede Sanktionsarchitektur löchrig. China handelt strikt interessengeleitet und scheut den kostengünstigen Bezug nicht, Russland beweist Anpassungsfähigkeit. Der Westen sollte weniger Symbolpolitik betreiben und stattdessen Durchsetzung, Koordination und Abschreckung gegenüber Umgehungsrouten priorisieren. Solange Kapazitäten wie Portovaya klein bleiben, ist der Markteffekt überschaubar, politisch jedoch ist die Botschaft unübersehbar.

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