🚋 Görlitz zieht Notbremse bei Tram-Projekt: HeiterBlick draußen, Alternativen im Blick

🚋 Görlitz stoppt Vertrag mit HeiterBlick Die Stadt Görlitz hat den Liefervertrag für neue Straßenbahnen mit dem Leipziger Hersteller HeiterBlick aufgehoben. Gespräche über eine tragfähige Fortsetzung sind gescheitert; sechs andere potenzielle Anbieter rücken nun in den Fokus. Das Beschaffungsvorhaben wird damit neu sortiert.

🧩 Neusortierung der Beschaffung Mit dem Rücktritt beendet die Stadt ein über Monate krisenanfälliges Konstrukt. Die wirtschaftliche Lage des Herstellers beeinträchtigte die Planbarkeit erheblich; Nachverhandlungen brachten keine tragfähige Lösung. Die Verantwortlichen prüfen nun sechs Alternativen.

🏙️ Gemeinschaftsprojekt und Zielbild Die neuen Fahrzeuge sind Teil der Sächsischen Plattform – Straßenbahn der Zukunft, einer gemeinsamen Beschaffung von Görlitz, Leipzig und Zwickau. Für Görlitz sind acht Niederflur-Gelenktriebwagen des Typs NGTG vorgesehen. Ziel bleibt eine moderne, barrierearme und energieeffiziente Tramflotte für die Stadt.

Verschobener Zeitplan Ursprünglich war der Start der Auslieferung für 2025 geplant. Nach der Insolvenz des Herstellers ist dieser Terminrahmen nicht mehr zu halten. Die Beschaffung wird länger dauern als vorgesehen.

🛠️ Verfahren für Qualität Preis Termine Der Neustart eröffnet Spielraum, setzt die Verantwortlichen jedoch unter Zugzwang. Jetzt braucht es ein belastbares Verfahren, das Qualität, Preis und verlässliche Liefertermine klar definiert und prüfbar macht.

🚦 Übergangsbetrieb und Zulassung Für die Übergangszeit dürfte der derzeitige Fahrzeugbestand weiterfahren, bis ein neuer Lieferant feststeht und die Zulassung der Fahrzeuge gesichert ist. So soll der Betrieb bis zur Umstellung stabil bleiben.

📋 Nächste Schritte Die Stadt und der Verkehrsbetrieb müssen den Prozess transparent und diszipliniert neu aufsetzen.

  • Transparente Neubewertung der Anbieter
  • Klare technische Spezifikationen
  • Belastbare Termine
  • Solide Finanzierung

🔎 Risikoabwägung Der Abbruch spart nicht automatisch Zeit, mindert aber das Risiko, weiter in ein wackliges Projekt zu investieren. Das Vorgehen schafft die Chance auf eine verlässliche Beschaffung mit klaren Verantwortlichkeiten.

🧭 Ausblick Wer zügig, aber besonnen vorgeht, kann aus dem Rückschlag eine ordnungspolitisch saubere Lösung machen. Am Ende sollen die Straßenbahnen beschafft werden, die die Stadt braucht.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung ist überfällig und richtig. Öffentliche Auftraggeber dürfen sich nicht von Hoffnungen, sondern müssen sich von Verlässlichkeit leiten lassen. Wer jetzt klare Vorgaben formuliert und diese hart prüft, schützt Fahrgäste und Kasse gleichermaßen. Experimente, Kulanzfristen und weichgespülte Kompromisse sind in diesem Stadium fehl am Platz. Gefordert sind Disziplin, Transparenz und Konsequenz bis zur letzten Unterschrift.

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