📰 Auszeichnung und Auftritt: Bei der Romy-Verleihung am 28. November 2025 in Kitzbühel hat Entertainer Thomas Gottschalk (75) die erstmals vergebene Diamant-Romy entgegengenommen – und dabei erneut für Stirnrunzeln gesorgt. Während seiner kurzen Ansprache wirkte der Showveteran unsicher, kommentierte die rückwärts laufende Zeitmessung, zählte laut die Sekunden herunter und fragte, wo die Trophäe bleibe. Erst als der „Bergdoktor“-Schauspieler Hans Sigl auf die Bühne trat, entspannte sich die Situation.
🧭 Hintergrund: Der Auftritt fällt in eine Phase erhöhter Sensibilität rund um Gottschalks Bühnenpräsenz. Zwei Wochen zuvor war seine Moderation der Bambi-Gala breit kritisiert worden. Zugleich zählt der frühere „Wetten, dass..?“-Gastgeber zu den prägendsten TV-Gesichtern im deutschsprachigen Raum – ein Status, den auch die Auszeichnung in Österreich unterstreicht.
📍 Ort und Anlass: Die Verleihung der Romy-Preise fand am Freitagabend im Tiroler Kitzbühel statt; Gottschalk wurde „für TV-Leistungen“ mit der Diamant-Romy geehrt, erschien mit Ehefrau Karina und dankte zunächst dem Publikum. Danach bemerkte er, er werde sich „morgen wieder entschuldigen müssen“, und verwies augenzwinkernd darauf, österreichischer Humor liege ihm bisweilen näher als der deutsche. Seine Stimme wirkte phasenweise brüchig.
⏳ Irritation um die Sendezeit: Sichtbar irritiert von der rückwärts laufenden Bühnenuhr begann Gottschalk, die Sekunden seiner Restrede herunterzuzählen, statt fortzufahren. Mit der Frage, wo denn die Romy bleibe, verlor er den Faden. Sigl trat hinzu, bat ihn, sich zu entspannen, und beide machten ein Selfie – danach wirkte der Preisträger gefasster.
🏆 Wortspiel zur Trophäe: Bei der Übergabe der Figur – laut Veranstaltern mit Diamanten besetzt – scherzte Gottschalk über den „Gürtel“ der Statue und machte eine kalauernde Bemerkung zur „Gürtelrose“. Auch dieser Moment sorgte für verhaltene Reaktionen im Saal.
⚖️ Fazit und Einordnung: Der Abend bestätigte die Ambivalenz, die Gottschalks späte Bühnenauftritte derzeit begleitet: Ehre für ein Lebenswerk auf der einen, Irritationen in der Live-Situation auf der anderen Seite. Dass ein Kollege die Szene ordnen musste, wirft Fragen nach Vorbereitung und Formatführung auf – nicht dramatisch, aber bemerkenswert in einer Gala, die Präzision und Souveränität erwartet. Das Publikum zollte dem Entertainer Respekt, doch der Auftritt nährt die Debatte, ob und wie sich große Fernsehgestalten im Spätherbst ihrer Karriere dem Live-Rampenlicht noch stellen sollten.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Gottschalks Verdienste sind unbestritten, doch Live-Bühnen verlangen Disziplin und Konzentration. Das Herunterzählen der Sekunden und der Fadenverlust bei einer Ehrung wären mit strenger Vorbereitung und klarer Showführung vermeidbar gewesen. Wenn ein Kollege die Situation ordnen muss, haben sowohl Formatführung als auch Preisträger ihre Hausaufgaben nicht vollständig gemacht. Galas sind kein Experimentierfeld, sondern Orte formaler Souveränität. Respekt bleibt, aber die Branche sollte Erwartungen für späte Karrieren deutlicher setzen und durchsetzen.


