🏒 Konsequenzen in Dresden: Eislöwen trennen sich von Trainer Sundblad und Sportdirektor Roos

📰 Personalentscheidung in Dresden Die Dresdner Eislöwen haben am 27. November 2025 auf ihre anhaltende sportliche Krise reagiert und die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Niklas Sundblad sowie Sportdirektor Matthias Roos mit sofortiger Wirkung beendet. Roos soll den Standort vorerst in administrativen Belangen unterstützen, während die sportliche Verantwortung neu geordnet wird. Für die anstehenden Partien übernimmt Co-Trainer Petteri Kilpivaara interimsweise, unterstützt von U20-Cheftrainer Jukka Ollila. Auslöser der personellen Zäsur war die 1:6-Heimniederlage im Kellerduell gegen die Iserlohn Roosters.

📆 Hintergrund und Entwicklung Sundblad war im Januar 2024 nach Dresden gekommen, führte die Eislöwen zum DEL2-Meistertitel und damit zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga. Gemeinsam mit Roos setzte er im Sommer auf einen Kader mit zahlreichen erfahrenen, älteren Spielern. Die anfängliche Euphorie wich jedoch rasch Ernüchterung. Die Klubführung betonte, man habe den Verantwortlichen bewusst Zeit für Korrekturen eingeräumt; da diese ausblieben, folgte nun der Kurswechsel.

📊 Sportlicher Befund Nach 23 Saisonspielen stehen für den Aufsteiger lediglich drei Siege und neun Punkte zu Buche – die Mannschaft bildet das abgeschlagene Schlusslicht der DEL-Tabelle. Das Auftreten beim 1:6 gegen den unmittelbaren Abstiegskonkurrenten aus Iserlohn verstärkte den Handlungsdruck zusätzlich. Geschäftsführer Maik Walsdorf stellte klar, dass die Nachjustierungen der vergangenen Wochen nicht den erhofften Effekt gezeigt hätten; daher erschien ein Eingriff in die sportliche Führung unumgänglich.

🧭 Interimslösung und nächste Spiele Bei den nächsten Begegnungen – auswärts in Ingolstadt und zuhause gegen München – soll das Interimsduo Kilpivaara/Ollila Impulse setzen. Parallel dazu wird die sportliche Verantwortung im Klub neu geordnet.

🧩 Strategische Baustellen Der personelle Schnitt ist folgerichtig, löst aber allein keine strukturellen Probleme. Kaderbalance, Wettkampfhärte auf DEL-Niveau und mentale Stabilität bleiben die Prüfsteine. Entscheidend wird sein, zügig eine tragfähige sportliche Leitung zu installieren und die Mannschaft kurzfristig konkurrenzfähig zu machen. Die kommenden Spiele dienen als Gradmesser, ob die Maßnahmen über symbolische Wirkung hinausreichen.

  • Kaderbalance
  • Wettkampfhärte auf DEL-Niveau
  • Mentale Stabilität

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entlassungen sind folgerichtig und überfällig. Verantwortlich bleibt jedoch nicht nur die Trainerbank, sondern auch die Kaderzusammenstellung. Kosmetische Nachjustierungen genügen nicht; es braucht eine klare und belastbare sportliche Führung mit Entscheidungsstärke. Die nächsten Spiele müssen messbare Verbesserungen liefern, sonst ist jede Symbolik wertlos. Wer jetzt zaudert, riskiert den sportlichen Anschluss. Ordnung, Disziplin und klare Rollen sind die unaufschiebbaren Gebote.

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