📰 Festnahme in Massachusetts: Die US‑Einwanderungsbehörde ICE hat Anfang November in Revere, Massachusetts, die Mutter des Neffen von Karoline Leavitt, der Sprecherin des Weißen Hauses, festgenommen. Die Brasilianerin wurde anschließend in eine Abschiebehaft nach Louisiana verlegt. Das Weiße Haus verweigerte eine Stellungnahme.
📇 Aufenthaltsstatus und Vorgeschichte: Nach Angaben des Heimatschutzministeriums reiste die Frau einst mit einem Touristenvisum ein, das 1999 auslief. Sie war zwischenzeitlich über DACA abgesichert, konnte diesen Status jedoch nicht verlängern. Laut ihrem Anwalt befindet sie sich in einem laufenden Verfahren für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Die Regierung betont, dass alle Personen ohne gültigen Status grundsätzlich abschiebbar sind.
🚓 Anhaltung und Verlegungen: Der Festnahmezeitpunkt lag „früher im Monat“, als die Frau in Revere angehalten wurde. Seither kam es zu mehreren Verlegungen, zuletzt in ein ICE‑Zentrum in Louisiana.
⚖️ Widersprüchliche Angaben zu früheren Vorwürfen: Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums verwies auf eine frühere Festnahme wegen Körperverletzung. In den Online‑Gerichtsakten von Massachusetts fanden Journalisten jedoch keinen entsprechenden Eintrag. Der Anwalt bestreitet den Vorwurf und spricht von einer rechtswidrigen Festnahme.
👨👦 Familiäre Situation: Laut einer Regierungsquelle haben die Eltern seit Jahren keinen Kontakt. Der elfjährige Sohn lebt dauerhaft beim Vater in New Hampshire, dem Bruder von Karoline Leavitt.
🏛️ Politische Einordnung: Der Fall zeigt, wie strikt die gegenwärtige US‑Migrationspolitik vollzogen wird – selbst im Umfeld höchster Regierungsämter. Entscheidend ist nun ein zügiges, rechtsstaatliches Verfahren vor dem Einwanderungsgericht.
🧭 Ausblick: Für die Politik gilt: weniger Symbolik, mehr Verlässlichkeit bei der Durchsetzung geltenden Rechts und beim Schutz von Familieninteressen.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Die Durchsetzung des geltenden Rechts hat Vorrang, unabhängig von prominenten Verbindungen. Dieser Fall unterstreicht, dass ein fehlender Status Konsequenzen haben muss und nicht politisch relativiert werden darf. Streitpunkte über frühere Vorwürfe gehören vor das Gericht, nicht in Schlagworte. Nötig ist jetzt eine zügige Entscheidung des Einwanderungsgerichts, damit Klarheit und Ordnung bestehen. Familieninteressen verdienen Respekt, ersetzen aber keine Rechtsgrundlage. Wer Regeln ignoriert, muss mit deren Anwendung rechnen.


