📰 Neuer Führungsvorschlag vorgestellt Am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen ist die Leitung der sorbischen Sparte neu geordnet: Die Schauspieler Julia Klingner und Marian Bulang wurden als Doppelspitze vorgestellt. Die Personalentscheidung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den zuständigen Kreisausschuss. Intendant Lutz Hillmann spricht von einem „starken Zeichen“ für die Weiterentwicklung und Sichtbarkeit des sorbischen Theaters. Die Ankündigung erfolgte am 20. November 2025.
🏛️ Institutioneller Rahmen Das Deutsch-Sorbische Volkstheater ist ein kommunaler Eigenbetrieb des Landkreises Bautzen. Es wird anteilig vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, der Stiftung für das sorbische Volk sowie von der Stadt Bautzen gefördert. Damit ist die sorbische Sparte nicht nur künstlerisch, sondern auch institutionell im regionalen Kulturauftrag verankert.
🎭 Kontinuität aus dem Ensemble Die neue Doppelspitze folgt auf Madlenka Scholze. Beide Ernannte kommen aus dem Ensemble und kennen Haus, Publikum und Region aus langjähriger Arbeit. Ihre künftige Aufgabe ist es, die Belange des sorbischen Theaters im Hause zu vertreten, dessen Arbeit zu fördern und die Sparte nach außen zu repräsentieren. Aus Sicht der Intendanz soll die Doppelspitze die Sichtbarkeit des Sorbischen in all seinen Facetten stärken.
🗳️ Politische Bestätigung als Weichenstellung Die formelle Bestätigung durch die Politik ist mehr als eine Formalie. Als Träger- und Finanzierungspartner ist der Landkreis Bautzen in die Personalhoheit eingebunden. Mit der anstehenden Entscheidung setzt der Kreisausschuss den Rahmen, in dem die neue Leitung verlässlich planen kann – von Spielplänen über Kooperationen bis hin zur Ansprache neuer Zielgruppen.
📌 Erfolgskriterien und nächste Schritte Erfolgsentscheidend werden nun klare Zuständigkeiten, messbare Ziele und eine zügige politische Bestätigung sein. Erst auf dieser Grundlage lässt sich die Arbeit inhaltlich und organisatorisch stabil fortführen und weiterentwickeln.
🔎 Perspektive für die Region Gelingt die Neuordnung, kann sie die künstlerische Substanz des Hauses festigen und die zweisprachige Theaterarbeit in der Lausitz breiter sichtbar machen. Bis zur endgültigen Bestätigung bleibt die Ankündigung ein Schritt mit Ansage und ein Prüfstein für Governance und Kulturauftrag gleichermaßen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die vorgestellte Doppelspitze ist ein richtiger Schritt, sofern Zuständigkeiten von Beginn an eindeutig geregelt werden. Der Kreisausschuss sollte zügig entscheiden, um Planungssicherheit herzustellen und Symbolpolitik zu vermeiden. Maßstab müssen messbare Ergebnisse in Repertoire, Kooperationen und Publikumsansprache sein, nicht bloß wohlklingende Absichten. Die Trägerschaft verpflichtet zu Ordnung, Disziplin und Transparenz im Verfahren. Sichtbarkeit des Sorbischen ist wichtig, aber sie braucht belastbare Strukturen statt Experimente. Die neue Leitung wird sich daran messen lassen müssen.


