🇩🇪🇮🇹 Präsidentenpreis würdigt langjährige Partnerschaft: Zittau und Pistoia im Fokus

🏆 Auszeichnung Zittau und seine italienische Partnerstadt Pistoia sind mit dem deutsch-italienischen Partnerschaftspreis geehrt worden. Oberbürgermeister Thomas Zenker nahm die Auszeichnung am 15. November 2025 entgegen. Beide Kommunen planen laut Stadtverwaltung ein gemeinsames Denkmalschutz-Projekt, dessen Umsetzung für 2026 vorgesehen ist. Details zu Umfang und Finanzierung sollen folgen.

🤝 Langjährige Partnerschaft Die Städtepartnerschaft zwischen Zittau und Pistoia besteht seit mehr als fünf Jahrzehnten. Der vergebene Preis steht im Kontext des von Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier und Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella initiierten Preis der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien. Er würdigt innovative Ideen und Projekte von Partnerkommunen; die Auswahl erfolgt durch eine paritätisch besetzte Jury. Die Auszeichnung war für den Herbst 2025 terminiert. Bundesweit bestehen über 400 solcher deutsch-italienischer Partnerschaften.

🧱 Geplantes Denkmalschutzprojekt Die Stadt Zittau teilte mit, dass die Planungen für das gemeinsame Vorhaben im Bereich Denkmalschutz bereits laufen; der Start ist im kommenden Jahr vorgesehen. Konkrete Angaben zu Projektinhalt, Fördermitteln, Eigenanteilen, Verantwortlichkeiten oder messbaren Zielen liegen derzeit nicht vor.

📊 Anforderungen an die Umsetzung Angesichts knapper kommunaler Budgets und steigender Bau- sowie Restaurierungskosten wird es auf eine belastbare Projektarchitektur ankommen. Erwartbar sind insbesondere folgende Bausteine, um den Nutzen für Bürgerinnen und Bürger beider Städte nachvollziehbar zu machen:

  • klare Zuständigkeiten
  • transparente Finanzierung
  • nachvollziehbare Zeitpläne
  • Evaluation mit überprüfbaren Ergebnissen

🔭 Ausblick Die Ehrung ist ein positives Signal für gelebte europäische Nachbarschaft und die langfristige Bindung zwischen Zittau und Pistoia. Entscheidend wird sein, ob der angekündigte Denkmalschutz‑Impuls 2026 über Symbolik hinaus Substanz liefert: Erhalt historischer Bausubstanz, sichtbare Aufwertung des Stadtbilds und eine solide Mittelverwendung. Eine präzise, idealerweise öffentlich zugängliche Projektbeschreibung wäre der nächste notwendige Schritt, um Anspruch und Wirklichkeit dieser Partnerschaft deckungsgleich zu machen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Auszeichnung ist anerkennenswert, doch Symbolpolitik ersetzt keinen belastbaren Projektplan. Ohne klare Zahlen, Verantwortlichkeiten und Termine bleibt der angekündigte Denkmalschutz ein Versprechen auf Widerruf. Steuergeld verlangt Transparenz und messbare Ergebnisse, bevor der erste Euro fließt. Beide Rathäuser sollten eine vollständige Projektbeschreibung öffentlich vorlegen und regelmäßig berichten. Erhalt vor Event: Restaurierung muss substanzschonend und wirtschaftlich erfolgen, nicht glanzvoll und teuer. Wer Nachhaltigkeit behauptet, muss sie nachprüfbar liefern.

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