📰 Überblick
📈 BMW hat im dritten Quartal 2025 in einem schwierigen Marktumfeld solide zugelegt, gestützt von belastbaren Kennzahlen und einem klaren Fahrplan in Richtung „Neue Klasse“. Während die Branche mit Elektrowende, Preisdruck und Zöllen ringt, meldet der Konzern robuste Ergebnisse und bereitet den Marktstart des iX3 als erstem Serienmodell der neuen Architektur vor. Damit schiebt sich BMW in der Performance vor viele Wettbewerber – leise, aber messbar.
🧭 Hintergrund
🧭 Die Münchner profitieren von einer nüchternen, technologieoffenen Produktstrategie und konsequenter Kostenkontrolle. Regional stützen vor allem Europa und Nordamerika die Entwicklung, während China ein Belastungsfaktor bleibt. Höhere Zollaufwendungen drückten die Profitabilität im Automobilsegment, dennoch blieb die Ertragslage im Zielkorridor. Das deutet darauf hin, dass BMW den Spagat zwischen Transformation und Tagesgeschäft besser beherrscht als zahlreiche Konkurrenten.
🚗 Absatzentwicklung
🚗 Im dritten Quartal lieferte die BMW Group 588.140 Fahrzeuge aus, ein Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Marke BMW kam auf 514.422 Einheiten (+5,6 Prozent), MINI legte um 37,5 Prozent zu, Rolls-Royce um 13,3 Prozent.
💰 Profitabilität
💰 Die EBIT-Marge im Segment Automobile lag im dritten Quartal bei 5,2 Prozent. Nach neun Monaten erreicht sie 5,9 Prozent und damit den für 2025 genannten Korridor von 5 bis 7 Prozent. Die Konzern-EBT-Marge beträgt nach neun Monaten 8,1 Prozent.
🔌 Antriebs-Mix
🔌 Der BEV-Anteil an den Auslieferungen lag im dritten Quartal bei 17,5 Prozent nach 19,1 Prozent im Vorjahr. Plug-in-Hybride trugen zusätzlich zur Nachfrage bei und spiegeln die bewusst breite Antriebsstrategie wider.
🧾 Kostenseite
🧾 Forschung und Entwicklung sowie Investitionen wurden plangemäß reduziert, nachdem Vorleistungen für die Neue Klasse in den Vorjahren hoch waren. Gleichzeitig belasteten gestiegene Zölle das Automobilgeschäft um rund 1,5 Prozentpunkte.
🚀 Markteinführung Neue Klasse
🚀 Der neue BMW iX3 startet als erster Vertreter der Plattform im Frühjahr 2026 in Europa. Das Modell steht für neue Batterietechnik, eine modernisierte Software-Architektur und eine fokussierte, fahrdynamikorientierte Elektrik/Elektronik. Frühindikatoren wie Resonanz und Auftragseingang bewertet der Konzern positiv.
⚖️ Wettbewerb
⚖️ In der Breite der Kennzahlen – von Absatzentwicklung über Preisdisziplin bis zum Transformationspfad – schneidet BMW derzeit besser ab als zentrale Rivalen. Besonders bei Margenstabilität und Modellpolitik zeigt sich ein Vorteil, während die Konkurrenz teils mit Renditedruck, Komplexität oder inkonsistenten E-Strategien ringt.
📌 Fazit
📌 BMW liefert 2025 eine stille, aber deutliche Standortbestimmung: solide Margen innerhalb der Zielsetzung, wachsender Absatz und ein technologieoffener Kurs, der kurzfristige Volatilität abfedert. Der Vorsprung speist sich weniger aus lautem Marketing als aus Disziplin bei Produkt, Kosten und Umsetzung. Risiken bleiben, insbesondere China und die BEV-Dynamik im Quartalsvergleich. Entscheidend wird, ob die Neue Klasse ab 2026 die angestoßene Entwicklung in Ertrag und Nachfrage verstetigt. Gelingt das, dürfte BMW den Takt im Premiumsegment nicht nur setzen, sondern halten.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🗨️ Der Bericht zeigt, dass Disziplin derzeit mehr zählt als große Ankündigungen. Die leichte Abschwächung beim BEV-Anteil relativiert den Fortschritt nicht, unterstreicht aber die Notwendigkeit eines klaren Modelltakts. Entscheidend ist nun, dass der iX3 als Auftakt der Neuen Klasse ohne Verzögerungen und mit wettbewerbsfähiger Marge kommt. Die Belastung durch Zölle ist kein Randthema, sondern ein Test für Kostenkontrolle und Preisdisziplin. Wer Erwartungen erhöht, muss liefern – 2026 wird zum Bewährungsjahr.


