🏗️ Stabil durch Wandel: Görlitzer Gleis- und Tiefbau behauptet sich seit 35 Jahren am Markt

🏗️ Jubiläum in bewegter Baukonjunktur Die Görlitzer Gleis- und Tiefbau GmbH hat im Oktober 2025 ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert – in einer Branche, die zwischen Materialkosten, Zinsen und schwankender Nachfrage schwankt. Während die Baugenehmigungen in Deutschland im Mai 2025 unter dem Vorjahresniveau lagen, verzeichnete der Zeitraum Januar bis Mai einen leichten Zuwachs. Das ambivalente Bild zwingt robuste Unternehmen zu vorsichtiger Auftrags- und Kapazitätsplanung.

🧱 Vom Hinterhof zum Fachbetrieb Gegründet 1990 von Rudolf Freiwerth und Uwe Vüllings, zunächst im Hinterhof an der Sattig-/Jauernicker Straße mit überschaubarem Fuhrpark: ein älterer Lkw, ein Bagger, ein Trabant. Aus dem Wende-Start ist ein in der Stadt verankerter Fachbetrieb geworden. Seit 2008 führt Michael Freiwerth, inzwischen 44 Jahre alt, das Unternehmen in zweiter Generation. Kontinuität, handwerkliche Spezialisierung und ausgeprägte Heimatnähe prägen das Selbstverständnis.

📍 Spuren im Stadtbild Die Handschrift der Firma ist an markanten Orten sichtbar:

  • umgebauter Postplatz
  • Park des Friedens
  • neuer Brautwiesenpark
  • Außenanlagen der Waldorfschule
  • barrierearmer Umbau des Spielplatzes im Stadtpark

📈 Vertrauen durch Nähe Diese lokale Präsenz sichert Sichtbarkeit und schafft Vertrauen bei Auftraggebern.

👥 Personalbindung statt Engpass Der vielfach beklagte Fachkräftemangel ist laut Unternehmensdarstellung kein Thema. Das deutet auf langfristige Bindung der Belegschaft und planvolle Personalpolitik hin. Solche Faktoren können im baukonjunkturellen Auf und Ab den Ausschlag geben.

📊 Ambivalente Genehmigungslage Die Genehmigungszahlen zeigen 2025 keine durchgängige Erholung: Im Mai lag das Niveau unter Vorjahr, im Fünf-Monats-Vergleich jedoch leicht darüber. Für Anbieter, die stark im öffentlichen Raum arbeiten, sind Ausschreibungszyklen und die Haushaltslagen der Kommunen ebenso entscheidend wie Effizienz auf der Baustelle.

🛡️ Vorsicht als Geschäftsmodell Wer Kapazitäten konsequent an gesicherte Aufträge koppelt und Investitionen phasenweise staffelt, senkt Risiken und bleibt handlungsfähig. Dieses konservative Vorgehen passt zum derzeitigen Umfeld und schützt vor Überdehnung.

🧭 Lehren aus 35 Jahren Die Gleis- und Tiefbau GmbH steht für maßvolle Expansion, regionale Verwurzelung und verlässliche Qualität. Das Unternehmen zeigt, wie sich auch in volatilen Zeiten solide arbeiten lässt. Zugleich setzen Genehmigungstrends und öffentliche Budgets klare Grenzen. In diesem Markt wird nicht Größe, sondern Disziplin belohnt.

🗨️ Kommentar der Redaktion Beständigkeit vor Größe ist das nüchterne Fazit dieser Firmengeschichte. In einem Umfeld schwankender Genehmigungszahlen bleibt vorsichtige Planung Pflicht, nicht Option. Öffentliche Budgets sind die harte Grenze, über die niemand springt; wer sie ignoriert, handelt fahrlässig. Der Görlitzer Betrieb zeigt, dass Disziplin und handwerkliche Qualität Vertrauen stiften und Aufträge sichern. Wer sich daran orientiert, bleibt stabil, auch ohne große Gesten.

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