📰 Überblick Mit Disziplin statt großen Worten haben Mädchen und Jungen des christlichen Kinderhauses St. Antonius in Zittau beim Benefizlauf im Bürgerpark ein sichtbares Zeichen gesetzt: 50 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren drehten 706 Runden à 130 Meter – in Summe 91,78 Kilometer.
🏁 Ergebnis und Zweck Jahr für Jahr kommen auf diese Weise etwa 1.000 Euro zusammen; die Hälfte wird gespendet, diesmal an die Kinder- und Jugendwohngruppe „Maxi“ der AWO, die andere Hälfte verbleibt für notwendige Investitionen in der Einrichtung.
👨👩👧👦 Gemeinsinn als Antrieb Das Format verbindet Bewegung, Gemeinsinn und konkrete Hilfe – getragen von Eltern, deren Kolleginnen und Kollegen, Großeltern sowie Nachbarn als Sponsoren.
📅 Tradition seit 2018 Der Lauf findet seit 2018 jeweils am Freitag vor St. Martin statt und ist im Zittauer Kalender längst Tradition; in diesem Jahr liefen die Kinder erstmals in einheitlichen T‑Shirts, finanziert von einem engagierten Vater, zugleich Geschäftsführer des Unternehmens „Theile und Wagner“.
🏛️ Kommunaler Kontext Zugleich fügt sich der Lauf in eine kommunalpolitische Lage: Der Stadtrat hat jüngst entschieden, dass St. Antonius, die einzige christliche Kita der Stadt, fortbestehen kann – eine Entscheidung, die in der Einrichtung hörbar für Erleichterung sorgte.
📍 Niederschwelliger Ort Der Veranstaltungsort war der Bürgerpark an der Clara‑Zetkin‑Straße – bewusst niederschwellig, damit auch die Jüngsten mitmachen können; drei Kinder legten die längsten Strecken des Tages zurück, insgesamt bewies die Gruppe beachtliche Ausdauer und Disziplin.
💶 Transparentes Spendenmodell Für jede gelaufene Runde zahlen private Sponsoren kleine Beträge; die Summe fließt in Teilen an externe Hilfen und in Teile in die eigene Substanz – ein Modell, das in Zittau zuverlässig funktioniert und Transparenz schafft.
🤝 Hilfe in der Region Dass in diesem Jahr die heilpädagogisch ausgerichtete AWO‑Wohngruppe „Maxi“ profitiert, unterstreicht den Anspruch, in der Region dort zu helfen, wo Kinder besonders strukturierte Alltagsunterstützung benötigen.
⚖️ Einordnung und Ausblick Der Benefizlauf ist mehr als ein nettes Ritual: Er steht für Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und eine lokale Zivilgesellschaft, die nicht auf große Versprechen wartet; zugleich verweist die begleitende Nachricht, dass die integrative Kneipp‑Kita „Märchenland“ in der Zittauer Innenstadt um ihre Zukunft bangt, auf die Fragilität der Betreuungslandschaft. Engagement von Familien, Trägern und Sponsoren verdient Anerkennung – es kann und soll die kommunale Daseinsvorsorge nicht ersetzen, aber sie sinnvoll ergänzen. Zittau erlebt damit beides zugleich: den Wert bürgerschaftlichen Handelns und die Mahnung, Grundlagen stabil zu halten.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer Verantwortung ernst nimmt, stärkt Erprobtes und hält Zusagen ein. Der Beschluss zum Fortbestand von St. Antonius ist richtig und konsequent; ebenso konsequent muss die Stadt die Lage der Kita „Märchenland“ rasch klären. Bürgerschaftliches Engagement ist vorbildlich, doch es ersetzt keine verlässliche Infrastruktur. Tradition, Verlässlichkeit und klare Zuständigkeiten sind die Pfeiler einer soliden Betreuung. Politik und Träger sind in der Pflicht, diese Grundlagen zu sichern – dauerhaft, transparent, ohne Ausflüchte.


