DAS NEUSTE

🤝 Vorsichtige Annäherung im Zollkonflikt: Parmelin meldet konstruktives Gespräch mit US-Handelsbeauftragtem Greer

🇨🇭 Einleitung: Bundesrat Guy Parmelin hat am 7. November 2025 per Videokonferenz mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gesprochen. Nach seinen Angaben verlief der Austausch konstruktiv; im Zentrum standen Handel und Investitionen. Das zuständige Departement (WBF) spricht von einer «neuen Dynamik» in den bilateralen Beziehungen, kann aber den weiteren Fahrplan noch nicht benennen.

🧭 Hintergrund: Auslöser der jüngsten Bewegung war ein Treffen Schweizer Wirtschaftsvertreter mit US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn. Trump beauftragte Greer, die Gespräche mit der Schweizer Regierung fortzuführen – in Bern ist von einem «Türöffner» die Rede. Die Schweiz leidet unter der protektionistischen US-Handelspolitik besonders: Anfang August hatte Trump Strafzölle von 39 Prozent auf zahlreiche Schweizer Produkte angekündigt – einer der weltweit höchsten Sätze. Die Belastung für exportorientierte Branchen ist entsprechend erheblich.

🛰️ Verlauf des Gesprächs: Das Gespräch zwischen Parmelin und Greer dauerte nach Behördenangaben gut eine halbe Stunde und wurde von Bern als «sehr konstruktiv» klassifiziert. Inhaltlich blieb der Austausch vorerst politisch-programmatisch: Man sprach über Investitionen und Marktzugang, ohne bereits Termine oder Zwischenschritte festzuzurren.

🏛️ Zuständigkeiten und Vorbereitung: Parallel bestätigte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), es habe das Unternehmer-Treffen in Washington mitvorbereitet; die politische Verantwortung liege jedoch beim Bundesrat. Das WBF sieht eine neue Bewegung, vermeidet aber Festlegungen zu Ablauf und Terminen.

Offene Punkte: Konkrete Verabredungen bleiben aus. Weder ein belastbarer Zeitplan noch überprüfbare Zwischenziele wurden beschlossen. Damit ist die neue Gesprächsdynamik noch kein Ersatz für verbindliche Schritte.

🏭 Auswirkungen auf die Exportwirtschaft: Die angekündigten Strafzölle von 39 Prozent auf zahlreiche Schweizer Produkte erhöhen den Druck auf exportorientierte Branchen erheblich. Solange keine Korrekturen auf US-Seite erfolgen, bleibt das Risiko für Unternehmen hoch.

🔭 Ausblick: Eine vorsichtige Entspannung ist spürbar, doch sie ersetzt keine belastbaren Zusagen. Aus konservativer Perspektive sind Rechtssicherheit, klare Zeitpläne und überprüfbare Schritte zur Entschärfung der Zölle entscheidend. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der «neuen Dynamik» substanzielle Entlastungen erwachsen – oder ob es bei freundlichen Signalen bleibt.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Fortschritte im Ton sind willkommen, ersetzen aber keine Taten. Wer Rechtssicherheit will, muss Termine, Zuständigkeiten und messbare Schritte liefern. Ohne klare Rücknahme der Zölle bleibt jede «Dynamik» ein politisches Geräusch mit realen Kosten für die Exportwirtschaft. Bern sollte nüchtern bleiben und Ergebnisse einfordern statt Stimmungen zu feiern. Erst wenn Washington verbindlich liefert, verdient der Prozess Vertrauen.

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