✡️ Jüdische Gemeinde fordert Israel-Flagge vor Erfurter Rathaus

Erfurt. Vor dem zweiten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober fordert die Jüdische Landesgemeinde Thüringen ein deutlich sichtbares Zeichen der Solidarität: Vor dem Erfurter Rathaus solle die Israel-Flagge gehisst werden.


🕯️ Erinnerung an das Massaker

Der Vorsitzende der Gemeinde, Reinhard Schramm, erinnert in einer Mitteilung:

  • Der Hamas-Überfall auf Israel sei das „größte Pogrom nach dem Holocaust“ gewesen.
  • Rund 1.200 Menschen wurden damals getötet, über 250 Geiseln verschleppt.
  • Die Folgen: Der Gaza-Krieg, zehntausende Tote und eine weltweite Welle des Antisemitismus.

📣 Solidarität gefordert

Schramm mahnt:

  • Juden würden weltweit, auch in Deutschland, zunehmend als Täter diffamiert.
  • Beschimpft, verängstigt, boykottiert, ausgegrenzt, geschlagen und selbst im Alltag misshandelt“ – so beschreibt er die Situation von Juden heute.
  • Erfurt habe als Stadt mit jüdischem Weltkulturerbe und als Partnerstadt von Haifa eine besondere Verantwortung.

🚨 Antisemitismus auch in Erfurt

Die Forderung kommt nur wenige Tage nach einem Angriff auf einen 24-jährigen jüdischen Studenten in einer Erfurter Straßenbahn. Für Schramm ist klar: Zeichen der Solidarität seien jetzt wichtiger denn je.


🔎 Konservative Einordnung

Das Hissen der Israel-Flagge ist mehr als Symbolpolitik – es ist ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus. Wer jetzt schweigt, signalisiert Gleichgültigkeit. Gerade deutsche Städte tragen eine historische Verantwortung, jüdisches Leben sichtbar zu schützen und öffentlich Solidarität zu zeigen.


🧠 Kommentar der Redaktion

Die Forderung nach einer Israel-Flagge am Erfurter Rathaus ist ein sensibles, aber nachvollziehbares Anliegen. Gerade in Zeiten, in denen antisemitische Übergriffe zunehmen – auch hier in Erfurt –, braucht es sichtbare Zeichen der Solidarität mit jüdischem Leben in Deutschland.

Doch Solidarität bedeutet nicht, jede Handlung der israelischen Regierung automatisch gutzuheißen. Es geht vielmehr darum, Juden in Deutschland Sicherheit und Rückhalt zu geben und klarzustellen, dass Antisemitismus keinen Platz in unserer Gesellschaft hat.

Ein Flaggenhissen kann dabei ein sichtbares Signal sein – verbunden mit dem Auftrag, Debatten sachlich zu führen und Gewalt, egal von welcher Seite, konsequent abzulehnen.


✅ Fazit

  • Die Jüdische Gemeinde fordert Israel-Flagge vor dem Erfurter Rathaus.
  • Anlass: 2. Jahrestag des Hamas-Massakers mit 1.200 Toten und 250 Geiseln.
  • Antisemitismus in Deutschland nimmt zu – zuletzt Angriff in Erfurt.
  • Zeichen der Solidarität sind jetzt unverzichtbar.

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