Berlin – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im ZDF-Interview ungewöhnlich deutliche Worte gefunden. Sie bezeichnete die AfD als „menschenverachtende Partei“ – und warnte eindringlich vor deren wachsendem Einfluss.
⚡ Von der Eurokrise zu Pegida
Die AfD sei zunächst nach ihrer Gründung wieder in der Versenkung verschwunden, so Merkel. Doch ab 2014 habe sie an die Pegida-Bewegung angeknüpft – mit „Neid, Hass und Rassismus“. Viele Menschen im ländlichen Raum hätten das Gefühl, nicht mehr voranzukommen. Trotzdem, betonte die CDU-Politikerin, sei das kein Grund, eine Partei zu wählen, „die Menschenverachtung verbreitet“.
⚡ AfD gegen das Grundgesetz
Merkel griff die Partei frontal an: „Die AfD teilt die Gesellschaft in Eliten und Volk – und definiert selbst, wer dazugehört. Das ist gegen das Grundgesetz.“
Artikel 20 sei eindeutig: „Alle Macht geht vom Volk aus – und das Volk sind alle deutschen Staatsbürger.“
⚡ Populismus überall
Die Altkanzlerin stellte klar: Populismus sei kein rein ostdeutsches Phänomen. Auch im Westen, in Frankreich, den USA und anderen Ländern seien populistische Bewegungen stark.
⚡ Digitale Radikalität
Ein besonderes Problem sieht Merkel in den sozialen Medien. Dort bekämen oft diejenigen die meiste Aufmerksamkeit, „die die radikalsten Botschaften verbreiten“. Sie forderte deshalb eine klare Regulierung digitaler Plattformen.
⚡ Flüchtlingspolitik bleibt ihr Erbe
Merkel erinnerte an ihre Entscheidung 2015, die Grenzen nicht zu schließen: „Wir schaffen das.“ Heute räumt sie ein: Diese Politik habe den Aufstieg der AfD begünstigt.
🗨️ Kommentar der Redaktion
Merkel spricht Klartext – doch die Realität ist bitter: Sie selbst trägt die Hauptlast an dem maroden Zustand Deutschlands. Ihre Politik – von der grenzenlosen Flüchtlingsaufnahme über die Energiewende bis zur Euro-Rettung – hat das Land tief gespalten und die AfD überhaupt erst stark gemacht.
Die AfD unterscheidet sich in vielen Positionen kaum von der früheren CDU, die einst konservative Werte verteidigte und klare Kante zeigte. Die heutige CDU hingegen hat ihre Linie verloren – sie taumelt zwischen links-grüner Anpassung und vergessenen Wurzeln.
Wer also nur mit dem Finger auf die AfD zeigt, lenkt von den eigentlichen Ursachen ab: der jahrelangen Politik einer Kanzlerin, die Deutschland in eine Dauerkrise geführt hat.


