💼 Wirecard-Skandal: Jan Marsalek in Moskau aufgespürt – Arbeit für russischen Geheimdienst

Der flüchtige Wirecard-Manager Jan Marsalek ist nach Jahren der Ungewissheit in Moskau aufgespürt worden. Recherchen von „Spiegel“, ZDF und der Plattform The Insider enthüllen: Der 45-Jährige arbeitet offenbar direkt für den russischen Geheimdienst FSB – und bewegt sich im Herzen Moskaus nahezu unbehelligt.


🔎 Aufspürung im Zentrum Moskaus

  • Journalisten aus Deutschland, Österreich, den USA und Russland identifizierten Marsalek anhand von Fotos und Handy-Daten.
  • 304 Handy-Ortungen zwischen Januar und November 2024 in unmittelbarer Nähe der FSB-Zentrale in der Moskauer Lubjanka lassen keinen Zweifel an seinen Verbindungen.
  • Bilder zeigen Marsalek im Anzug, wie er täglich zwischen Wohnung, Metro und Geheimdienst-Zentrale pendelt.

🕵️‍♂️ Neue Identitäten und geheime Missionen

Marsalek nutzt nach Erkenntnissen der Reporter mehrere Schein-Identitäten, darunter einen russischen Pass auf den Namen Alexander Michaelowitsch Nelidov.

  • Datenanalysen zeigen Reisen ins Kriegsgebiet Ostukraine und ins besetzte Mariupol.
  • Regelmäßig wird er mit einer 41-jährigen Übersetzerin, Tatiana Spiridonova, gesehen, bei der er häufig übernachtet.

⚖️ Der größte Finanzskandal Deutschlands

Die Insolvenz von Wirecard im Juni 2020 gilt als einer der größten Wirtschaftsskandale der Bundesrepublik. Milliardenbetrug, Fake-Bilanzen, politische Verflechtungen – Marsalek war die Schlüsselfigur im Asiengeschäft und verschwand rechtzeitig, bevor die Justiz zuschlagen konnte.

  • Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen ihn wegen bandenmäßigen Betrugs, Untreue und weiterer Wirtschaftsdelikte.
  • Während in München der Mammutprozess gegen frühere Wirecard-Manager läuft, sitzt Marsalek im sicheren Hafen Moskaus – unter dem Schutz des Kreml.

🖊️ Fazit

Der Fall Marsalek zeigt in brutaler Klarheit: Deutschlands größter Finanzskandal hat längst geopolitische Dimensionen erreicht. Ein international gesuchter Betrüger arbeitet ungestört für den russischen Geheimdienst – und die deutsche Justiz schaut zu. Das Vertrauen in staatliche Institutionen und ihre Handlungsfähigkeit wird so erneut erschüttert.


📰 Kommentar der Redaktion

Dass Jan Marsalek, Symbolfigur des deutschen Finanzversagens, nun offen im Dienste des Kreml steht, ist ein Schlag ins Gesicht für Rechtsstaat und Steuerzahler. Während deutsche Anleger Milliarden verloren und Prozesse sich endlos ziehen, baut Russland den Skandal-Manager in seine Machtstrukturen ein.
Das ist nicht nur ein Justiz-, sondern auch ein Sicherheitsversagen. Deutschland darf nicht länger zuschauen, wie Wirtschaftskriminelle zu geopolitischen Waffen werden.

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