Doha. Nur wenige Wochen vor dem Großen Preis von Katar überschattet ein israelischer Luftangriff in Doha die Motorsportwelt. Ziel des Angriffs war nach Angaben Katars ein Treffen hochrangiger Hamas-Mitglieder, die über einen Waffenstillstand beraten wollten. Sechs Menschen kamen ums Leben. Der Anschlag erfolgte unweit des Lusail International Circuit, dem Austragungsort des Formel-1-Rennens am 30. November.
🚨 Sicherheitslage sorgt für Nervosität
- Katar bestätigte die Todesopfer und verurteilte den Angriff.
- Deutschland, Frankreich und Großbritannien übten scharfe Kritik an Israel.
- In der Formel 1 schrillen die Alarmglocken: F1-CEO Stefano Domenicali kündigte an, die Lage „sehr genau“ zu beobachten.
Noch sei eine Absage nicht beschlossen – doch die Sicherheitskonzepte stehen auf dem Prüfstand.
📍 Bedrohung nahe der Strecke
Der Lusail International Circuit liegt nur wenige Kilometer vom Zielgebiet entfernt. Damit rückt die Formel 1 direkt ins Spannungsfeld einer internationalen Krise. Schon jetzt wird spekuliert, ob Teams und Fahrer unter diesen Umständen antreten werden.
🕰️ Blick zurück: F1 und der Krisenfall
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Rennen im Nahen Osten abgesagt würde. 2011 fiel der Saisonauftakt in Bahrain den politischen Unruhen zum Opfer. Auch damals fehlte jede Sicherheitsgarantie.
📝 Fazit
Die Formel 1 versteht sich als globaler Sport, der Brücken bauen will. Doch die Realität politischer und militärischer Konflikte macht auch vor der Rennstrecke nicht halt. Ob der Grand Prix von Katar wie geplant stattfinden kann, hängt nun davon ab, ob die Gastgeber glaubhafte Sicherheit garantieren können.
🖊️ Kommentar der Redaktion
Der Sport kann die Welt nicht befrieden – aber er darf auch nicht zur Kulisse geopolitischer Gewalt werden. Wenn die Sicherheit von Fahrern, Teams und Fans nicht gewährleistet ist, muss die Formel 1 konsequent handeln – und im Zweifel absagen. Alles andere wäre verantwortungslos.


