🚢 Zwei Jahre Kommandantenzeit – null Seemeilen
Deutschland rüstet auf – und muss es auch. Doch wie dramatisch die Lage der Bundeswehr-Marine wirklich ist, zeigt der Fall von Fregattenkapitän Bastian Saphörster.
👉 Zwei Jahre lang stand er offiziell im Kommando der Fregatte „Schleswig-Holstein“. Doch ausgelaufen ist er in dieser Zeit kein einziges Mal. Auf LinkedIn zog er nun eine ernüchternde Bilanz:
„Zwei Jahre Kommandantenzeit sind nun zu Ende. 700 Tage im Dock, null Seemeilen.“
⚠️ Anspruch und Wirklichkeit
Die Fregatte von 1994 lag während seiner gesamten Amtszeit in der Werft. Wartungsstau, Materialprobleme, überlange Prozesse – die Marine bleibt im Hafen stecken.
Saphörster schreibt weiter:
- 📝 „Nicht falsch“ sei nicht dasselbe wie „richtig“.
- ⏳ Es fehle an „empirischen Ergebnissen und Zielerreichung“.
- 🚨 „Wie viele Weckrufe braucht es, bis wir Fahrt aufnehmen?“
Sein Beispiel steht für eine Bundeswehr, die trotz Milliardeninvestitionen der Zeitenwende noch immer nicht einsatzfähig wirkt.
👨✈️ Hoffnung mit neuem Kommando
Für Saphörster selbst gibt es einen Lichtblick: Er übernimmt die modernere Fregatte „Baden-Württemberg“ (Stapellauf 2014). Damit ist Seefahrt nun doch wieder in Sicht.
Marine-Chef Marco Thiele (Bundeswehrverband) zu BILD:
„Diese Geschichte zeigt, dass die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer noch weiter wächst. Jetzt muss die Bundesregierung schnell für Verbesserungen sorgen.“
📝 Kommentar / Fazit
Dieser Fall ist mehr als nur eine persönliche Enttäuschung. Er ist ein Symbol für die Misere der Bundeswehr: Milliarden für Verteidigung, aber Schiffe im Dock. Die „Zeitenwende“ darf nicht nur eine Rede bleiben – sie muss endlich spürbar werden, auch auf See.


