Zwischen Immobilien-Deals, Russland-Kontakten und politischen Sympathien
Washington/Moskau. Kaum eine Frage entzweit die politische Welt so sehr wie diese: Gab es zwischen dem früheren US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin direkte Geschäftsverbindungen? Offiziell wurde nie eine illegale Kooperation nachgewiesen – doch zahlreiche Indizien lassen den Verdacht nicht verstummen.
🏙️ Der nie gebaute Trump Tower in Moskau
Bereits während Trumps Präsidentschaftskandidatur 2016 tauchten Pläne auf, in Moskau einen Trump Tower zu errichten.
- Federführend: Trumps Anwalt Michael Cohen, der Gespräche mit russischen Geschäftspartnern führte.
- Ergebnis: Das Projekt wurde nie realisiert – doch allein die Existenz dieser Pläne wirft bis heute Fragen auf.
💵 Immobilienkäufe durch russische Investoren
In den 2000er- und 2010er-Jahren kauften russische Oligarchen und Geschäftsleute mehrfach Luxusimmobilien in Trump-Gebäuden – unter anderem in Florida.
- Juristisch völlig legal.
- Politisch brisant, da es russischen Akteuren potenziell Einflussmöglichkeiten verschaffte.
🔍 Muellers Russland-Ermittlungen
Der Sonderermittler Robert Mueller untersuchte 2017–2019 mögliche Russland-Verbindungen.
- Ergebnis: Keine strafbare Verschwörung nachweisbar.
- Aber: Dokumentiert wurden zahlreiche Kontakte zwischen Trumps Team und russischen Akteuren.
- Politische Bewertung: Trump äußerte sich auffällig oft freundlich über Putin – was Kritiker als Nähe auslegen.
⚖️ Der aktuelle Stand
- Keine gerichtsfesten Beweise für direkte Geschäftsbeziehungen zwischen Trump und Putin.
- Indirekte wirtschaftliche Berührungspunkte sind belegt – vor allem über Immobilienkäufe.
- Politisch bleibt der Verdacht: Trump war Putin gegenüber ungewöhnlich nachsichtig.
🗣️ Kommentar:
Zwischen Fakten und Verdacht
Die Wahrheit liegt zwischen nüchterner Juristerei und politischer Wahrnehmung. Fakt ist: Trump und Putin haben nie offiziell Geschäfte gemacht. Fakt ist aber auch: Trump profitierte von russischen Investoren und suchte in Moskau nach Deals.
Ob daraus ein Abhängigkeitsverhältnis entstand, ist unbewiesen – aber die politische Nähe der beiden bleibt ein Signal, das nicht ignoriert werden sollte.


