Gewinneinbruch zwingt Autobauer zu Sparprogramm – Standort Leipzig könnte trotzdem profitieren
Leipzig / Stuttgart – Der Luxusautobauer Porsche reagiert auf seinen drastischen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2025 mit einem verschärften Sparkurs – und schließt Personalabbau nicht aus. Gleichzeitig setzen Werk und Belegschaft in Leipzig auf neue Impulse durch ein geplantes SUV-Modell.
📉 Gewinn bricht um 71 Prozent ein
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt: Der Überschuss des Unternehmens sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,2 Milliarden Euro auf 718 Millionen Euro – ein Minus von über 70 Prozent. Besonders stark belastet haben:
- Absatzrückgang in China
- Höhere Zölle in den USA
- Schwieriger Marktstart der E-Modelle
💬 Porsche-Chef Blume: „Es wird schmerzhafte Einschnitte geben müssen“
Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen machte Vorstandschef Oliver Blume deutlich, dass der Rotstift angesetzt wird.
„Es wird schmerzhafte Einschnitte geben müssen – auch beim Personal“, so Blume.
Das bereits laufende Sparprogramm werde ausgeweitet. Ziel sei es, Prozesse zu verschlanken und Kosten zu senken, um mittelfristig wieder auf Wachstumskurs zu kommen.
⚙️ Hoffnungsträger Leipzig: Neues SUV-Modell im Gespräch
Trotz aller Sorgen gibt es in Leipzig Hoffnung. Dort wird bereits spekuliert, dass der Standort den Zuschlag für ein neues SUV-Modell erhalten könnte – möglicherweise ein Hybridfahrzeug mit Verbrennungsmotor. Ein solches Modell würde Investitionen und Arbeitsplatzsicherung bedeuten.
Die Leipziger Werke gelten als flexibel und zukunftsorientiert – zuletzt war dort das Elektro-Modell Macan EV angelaufen, dessen Absatz jedoch nicht wie erwartet zulegte.
🏭 Hintergrund: Porsche in der Transformation
Porsche investiert weiterhin in neue Fahrzeugplattformen – sowohl im E-Mobility-Bereich als auch im klassischen Verbrennersegment. Die geplanten Maßnahmen sollen die Profitabilität steigern und die Marktposition gegenüber der Konkurrenz aus Asien und den USA festigen.
Laut Unternehmenskreisen wird derzeit auch geprüft, ob bestimmte Fertigungsschritte ins Ausland verlagert werden – auch das könnte Teil des angekündigten Sparkurses sein.
🔎 Fazit
Der Druck auf Porsche wächst. Mit einem drastischen Gewinneinbruch und internationalem Gegenwind steht das Unternehmen an einem Wendepunkt. Ob Leipzig davon profitiert oder unter dem Rotstift leidet, entscheidet sich in den kommenden Monaten.


