Diese Länder lockten weltweit die meisten Touristen an – Frankreich bleibt Spitzenreiter, Asien überrascht mit Rekordzahlen
New York / Paris / Tokio – Der weltweite Tourismus hat sich nach der Corona-Pandemie nicht nur erholt, sondern vielerorts sogar neue Höchststände erreicht. Laut den aktuellen Zahlen der Welttourismusorganisation UN Tourism wurden im Jahr 2024 rund 1,47 Milliarden internationale Ankünfte weltweit verzeichnet – so viele wie zuletzt vor der Pandemie.
Trotz Diskussionen über Nachhaltigkeit, Flugscham und Klimaschutz: Die Reiselust ist zurück – besonders in Asien.
🇫🇷 Frankreich: 102 Millionen Gäste – Olympiaeuphorie in Paris
Mit 102 Millionen internationalen Besuchern führt Frankreich auch 2024 unangefochten die weltweite Rangliste an. Der Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr dürfte nicht zuletzt auf die Olympischen Spiele in Paris zurückzuführen sein, die internationale Gäste aus allen Kontinenten anlockten.
🇪🇸 Spanien mit Tourismus-Boom – aber auch Protesten
Spanien belegt Platz zwei und verzeichnet mit einem Plus von 10 Prozent einen kräftigen Anstieg. Doch der Boom hat auch Schattenseiten: In touristisch überlasteten Regionen wie Barcelona, Palma de Mallorca oder Málaga kam es zu Protesten gegen Overtourism, steigende Mieten und Gentrifizierung inklusive.
🇺🇸 USA verlieren im Vergleich zu 2019
Die USA liegen weiterhin auf Rang drei – allerdings mit rückläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019. Strenge Einreisebestimmungen, politische Polarisierung und Sicherheitsbedenken könnten laut Branchenexperten Gründe für die Entwicklung sein.
🌏 Comeback der asiatischen Reiseziele
Besonders beeindruckend ist der Aufstieg von Japan und Thailand, die 2023 noch weit abgeschlagen waren:
- 🇯🇵 Japan: +47 % → 36,9 Millionen Touristen – historischer Höchstwert
- 🇹🇭 Thailand: +26,3 % → 35,5 Millionen Ankünfte
Beide Länder profitierten von geopolitischer Stabilität, visafreier Einreise für viele Nationen und massivem Marketing in Europa und Nordamerika.
🇨🇭 Schweiz mit Rekordwert – trotz UNO-Abweichung
Die Schweiz wurde offiziell nicht in der UN-Rangliste geführt, da sie keine differenzierten Zahlen nach internationalen Einreisen meldet. Doch das Bundesamt für Statistik registrierte 21,6 Millionen Hotelankünfte, davon 52 % aus dem Ausland – also rund 11,2 Millionen internationale Gäste, was einem Rekordwert entspricht.