📅 Bis zum 13. Juli gingen alle Einkünfte rechnerisch an den Staat – jetzt bleibt das Geld beim Bürger
📊 Steuer- und Abgabenlast so hoch wie nie
Heute, am 14. Juli 2025, ist der sogenannte Steuerzahlergedenktag. Er markiert symbolisch den Tag, ab dem Arbeitnehmer in Deutschland nicht mehr für den Staat, sondern für das eigene Portemonnaie arbeiten.
Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) mussten Bürger bis einschließlich 13. Juli arbeiten, um Steuern und Sozialabgaben zu leisten. Erst ab heute fließt der verdiente Lohn statistisch gesehen ins eigene Vermögen.
📈 Belastungsquote steigt weiter
Die sogenannte „Einkommensbelastungsquote“ liegt im Jahr 2025 bei 53,7 % – das bedeutet:
- Mehr als die Hälfte des Einkommens geht an Steuern und Abgaben
- Damit arbeiten die Bürger 197 von 365 Tagen nur für Staat und Sozialkassen
- In Europa zählt Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Steuerlast
💬 Reaktion des Bundes der Steuerzahler:
„Es ist inakzeptabel, dass der Staat immer mehr vom Einkommen abschöpft, ohne im Gegenzug effizienter zu werden“, so BdSt-Präsident Reiner Holznagel.
🔍 Was fließt alles ab?
Die Berechnung umfasst unter anderem:
- Einkommensteuer
- Umsatzsteuer
- Sozialversicherungsbeiträge (Rente, Pflege, Kranken-, Arbeitslosenversicherung)
- Energiesteuern, Kfz-Steuer, Grundsteuer
- versteckte Abgaben und Umlagen
🧮 Beispielrechnung: Durchschnittsverdiener
Ein Single mit durchschnittlichem Bruttoeinkommen (ca. 3.800 € im Monat):
- Lohnsteuer, Soli & Kirchensteuer: ca. 500 €
- Sozialabgaben: über 750 €
- Verbrauchssteuern (Energie, Benzin, Tabak etc.): zusätzlich rund 150–250 €
→ Vom Brutto bleiben netto nur etwa 2.000–2.300 € – und damit unter 50 % der erarbeiteten Summe.
🇩🇪 Reformbedarf oder gerecht?
Die Diskussion ist politisch aufgeladen:
- Kritiker fordern Steuerreformen, Entlastungen und Bürokratieabbau
- Befürworter argumentieren mit öffentlicher Daseinsvorsorge, Infrastruktur und Sozialstaat
Was bleibt, ist die Erkenntnis: Ab heute arbeiten wir statistisch gesehen für uns selbst. Doch wie viel Netto vom Brutto bleibt – das bleibt Zündstoff.