🏖️ Massentourismus spaltet die Balearen – jetzt trifft es gezielt Deutsche
Santanyi/Mallorca – Die Urlaubsidylle bekommt tiefe Risse: Im malerischen Küstenort Santanyi im Südosten Mallorcas ist der Konflikt zwischen Einheimischen und Touristen eskaliert. Unbekannte haben in der Nacht zu Samstag fremdenfeindliche Parolen wie „Deutsche raus“ oder „Fahrt zur Hölle“ an Fassaden, Autos und Schaufenster gesprüht. Der offene Hass richtet sich gezielt gegen deutsche Urlauber und Zweitwohnsitzbesitzer.
🚨 Zielgerichtete Angriffe auf Geschäfte und Autos
Nach Angaben der Polizei wurden zwischen 20 und 30 Geschäfte und Fahrzeuge beschädigt – überwiegend solche mit deutschem Bezug oder ausländischem Kennzeichen. Auch Sticker mit der Aufschrift „Deutsche raus“ wurden an Autos angebracht. Die Täter sind bislang unbekannt.
Ein betroffener Unternehmer, seit 34 Jahren auf der Insel ansässig, zeigt sich schockiert:
„Ich beschäftige neun Angestellte, zahle hier meine Steuern – und werde jetzt behandelt, als wäre ich ein Feind.“
🏘️ Hintergrund: Wohnungsnot und wachsender Unmut über Immobilienkäufe
Die Spannungen auf Mallorca sind kein neues Phänomen. Seit Monaten protestieren Einheimische gegen die zunehmende Wohnungsnot auf der Insel. Ein wesentlicher Vorwurf: Ausländische Immobilienkäufer – besonders Deutsche – treiben die Preise in die Höhe und verdrängen die einheimische Bevölkerung.
Der Slogan „Ocupem Les Nostres Platges“ („Wir besetzen unsere Strände“) ist dabei zum Symbol der Bewegung geworden. Dahinter steckt jedoch nicht nur ein friedlicher Protest, sondern zunehmend auch aggressive Stimmungsmache.
⚠️ Behörden distanzieren sich – doch der Schaden ist da
Während sich Behörden und Veranstalter von den Übergriffen distanzieren, bleibt der Vertrauensverlust bestehen. Der Hotelierverband Fehm warnt:
„Wer Gäste drangsaliert, verliert jede Glaubwürdigkeit.“
Viele Deutsche fühlen sich auf der Insel nicht mehr willkommen – obwohl sie oft seit Jahren dort leben und zur lokalen Wirtschaft beitragen.