Wenig drin, viel drumrum – Kunden werden getäuscht
Berlin – Große Verpackung, wenig Inhalt – ein Trick, den viele Hersteller nutzen. Die Stiftung Warentest hat jetzt wieder zwei Kandidaten erwischt: Bayer und Aldi Nord. Beide arbeiten mit überdimensionierten Verpackungen, die mehr versprechen, als sie halten.
Aspirin von Bayer – Karton größer als nötig
Kleine Tabletten, große Schachtel. Bei Aspirin 500 mg (20 Tabletten) versteckt sich der Inhalt hinter Pappe. Der Karton ist innen aufgeteilt – eine Hälfte für die Tabletten, die andere für den Beipackzettel. Von außen wirkt die Schachtel deutlich voller, als sie tatsächlich ist.
Bayer rechtfertigt das mit „besserer Entnehmbarkeit“ des Beipackzettels. Die Verbraucherschützer meinen: „Für 20 Tabletten ist das eindeutig zu viel Platz.“
Aldi Nachtcreme – Täuschung mit dickem Boden
Auch die Lacura Nachtcreme von Aldi Nord täuscht optisch. Außen wirkt der Cremetiegel deutlich höher – 3,8 Zentimeter –, tatsächlich gefüllt ist er innen nur 2,7 Zentimeter. Der Trick: ein massiv dicker Boden und abgerundete Seiten.
Aldi sagt, das brauche man für die Folienversiegelung. Stiftung Warentest kontert: „Das erklärt den dicken Boden nicht.“
Brezelino – viel Luft im Beutel
Auch die „Alpenschmaus Brezelino“ sind ein Fall für die Verpackungsdetektive. Von vorne sieht die Packung prall gefüllt aus – erst beim Umdrehen wird klar: Rund ein Viertel ist Luft. Aldi verteidigt sich damit, dass das Gebäck sonst brechen könnte.


