Jedes vierte Kind lebt mit mindestens zwei Geschwistern zusammen
Wiesbaden, 24. Juni 2025 – In Deutschland wächst wieder mehr Nachwuchs in kinderreichen Familien auf. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts lebten im vergangenen Jahr 26 Prozent der Kinder mit zwei oder mehr Geschwistern unter einem Dach – das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Tiefstand im Jahr 2015. Der Trend zeigt: Zuwanderung spielt eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung.
Anteil kinderreicher Familien steigt – besonders mit Migrationshintergrund
Während der Anteil von Kindern ohne Geschwister bei 30 Prozent liegt, leben 44 Prozent der Minderjährigen mit einem Bruder oder einer Schwester zusammen. 18 Prozent wachsen mit zwei Geschwistern auf, acht Prozent sogar mit drei oder mehr.
Ein klarer Faktor: Familien mit Einwanderungsgeschichte sind häufiger kinderreich. So leben in rund 19 Prozent dieser Familien mindestens drei Kinder – bei Familien ohne Migrationshintergrund sind es lediglich zehn Prozent.
Regionale Unterschiede: Westen kinderreicher als Osten
Im gesamtdeutschen Vergleich lag der Anteil kinderreicher Familien 2024 bei 13 Prozent. Auffällig ist ein leichtes Ost-West-Gefälle: In Westdeutschland liegt der Anteil bei 13 Prozent, in den neuen Bundesländern nur bei elf Prozent.
Mikrozensus liefert detaillierte Einblicke
Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer jährlichen Befragung von rund einem Prozent der Bevölkerung. Die Statistiker machen klar: Seit dem Jahr 2015, das durch eine hohe Zuwanderung geprägt war, ist ein kontinuierlicher Anstieg der Kinderzahlen in größeren Familien zu beobachten.